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Energiearmut in Europa: Schneider Electric und NGO Ashoka suchen Konzepte zur Abhilfe

(9.7.2017) Laut einer Schätzung des EU-Parlaments sind in Europa zwischen 50 und 125 Mio. Menschen von Energiearmut betroffen. Elektrizität und Wärme sind für sie nicht bezahlbar - mit gravierenden Folgen für Wohlbefinden und Gesundheit. Die Hauptursachen sind ...

  • sinkende Einkommen,
  • steigende Energiekosten und
  • schlechte Energieeffizienz.

Auch in Deutschland sind die Folgen zunehmend zu spüren: 2016 wurde in über 330.000 Haushalten der Strom gesperrt. Bisher steckt die Diskussion hierzu allerdings noch in den Kinderschuhen.


Energie als Menschenrecht

Steigende Energiekosten, Stromsperren und die infolge stark eingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und sozialen Austausch sind die Anzeichen von Energiearmut in den entwickelten Ländern Europas. In vielen afrikanischen Ländern ist es hingegen nicht nur die finanzielle Situation einzelner Familien, die die Stromlieferung stoppt. Es gibt schlicht und einfach keinen Strom. Und hier setzt ein Gedanke an, den der Konzern Schneider Electric und seine Stiftung mit ihren Projekten unterstützen: Energie als Menschenrecht festzuschreiben. Partner mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Realisierung von Projekten, die gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Kompetenzen überwinden, ist die Non-Profit-Organisation (NGO) Ashoka.

15 Organisationen werden gesucht

Gemeinsam suchen die Schneider Electric Stiftung und Ashoka 15 Organisationen, die mit interessanten Projekten zur Bewältigung von Energiearmut in Europa beitragen. In dem Programm „Social Innovation to Tackle Fuel Poverty“ werden in fünf europäischen Ländern Initiativen ausgewählt und gefördert, die kreative, tiefgreifende Lösungen zur Milderung von Energiearmut und zur Steigerung von Energieeffizienz umsetzen. Die ausgewählten Initiativen werden Teil des „Tackle Fuel Poverty Programms“. Sie nehmen an einem zwölfwöchigen Mentoring-Programm teil, in dem eine effektive Skalierungsstrategie für die eigene Organisation ausgearbeitet werden soll. Öffentlich bekannt gegeben werden die Ausgewählten auf der Klimakonferenz COP23 im November 2017 in Bonn. Zum Ende des Programms stellen sie ihre erarbeiteten Skalierungsstrategien auf einer internationalen Abschlusskonferenz in Rom vor.

Initiativen können noch bis zum 1. Oktober 2017 unter tacklefuelpoverty.com bewerben.

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