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Greenpeace: Wind und Sonne bis spätestens 2030 in allen G20-Staaten billigste Stromquellen

(4.7.2017) In rund der Hälfte der G20-Staaten sind Erneuerbare Energien seit 2015 preiswerter als Strom aus Kohlemeilern oder Atomkraftwerken - oder zumindest nicht teurer. Spätestens bis 2030 sollen aber Windräder und Solaranlagen dann endgültig in allen 20 Ländern die günstigste Form der Stromerzeugung sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der finnischen Lappeenranta University of Technology im Auftrag von Greenpeace.

„Klimaschutz wird in den G20 immer wirtschaftlicher“, sagt Greenpeace-Energieexperte Tobias Austrup. „Wer heute noch Geld in Kohlemeiler und Atomkraftwerke steckt, investiert in Technik, die morgen nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Vom G20-Gipfel muss ein klares Signal zum raschen Ausbau der Erneuerbaren ausgehen.“


Stromgestehungskosten (Levelised cost of electricity = LCOE) bezogen auf Energieerzeugungstechnologien im Jahr 2015 - auf Seite 5 (PDF-Seite 8) der Greenpeace/Lappeenranta-Studie, Grafik vergrößern)

Die Studie kalkuliert die Stromerzeugungskosten in allen G20-Staaten für die Jahre 2015 und 2030. Demnach erzeugten Windparks schon 2015 in weiten Teilen Europas, Südamerika, den USA, China und Australien den günstigsten Strom. Im Jahr 2030 sollte dann auch die Solarenergie so günstig sein, dass sie in vielen G20-Ländern die Windkraft noch unterbietet. Durch die raschen technischen Fortschritte und die dadurch sinkenden Preise wird dieser Punkt schon deutlich vor dem untersuchten Basisjahr 2030 erreicht.

Greenpeace-Länderprofile der G20 zeigen den Anfang vom Ende der Kohle

Die ökonomischen Erfolge der erneuerbaren Energien schlagen sich inzwischen auch im Energiemix der G20-Staaten nieder. Greenpeace-Länderprofile zur Energie- und Klimapolitik aller G20-Mitglieder zeigen, dass der absolute Kohleanteil an der Energieversorgung der Ländergruppe bereits zwischen 2012 und 2014 stagnierte. Seither sank der Anteil der Kohle weiter, und zwischen 2015 und 2016 halbierte sich die Gesamtkapazität geplanter Kraftwerke. „Wir erleben den Anfang vom Ende der Kohle“, sagt Greenpeace-Geschäftsführerin Sweelin Heuss. „Die G20 müssen dafür sorgen, dass schmutzige Kohlekraftwerke noch schneller durch saubere Erneuerbare ersetzt werden. Auch Deutschland kann sich nicht mehr vor dem überfälligen Kohleausstieg drücken.“

Trumps schlechter Deal

Weltweit folgen die Investitionen der mit der Greenpeace-Studie untermauerten Kostenentwicklung: 2016 wurden nach UN-Angaben in Anlagen für erneuerbare Energien etwa doppelt so viel investiert wie in konventionelle Kraftwerke. Etwa 55% der neuen Stromkapazitäten basierten im vergangenen Jahr auf Erneuerbaren Energien - ein Rekordwert. US-Präsident Donald Trump hingegen hat angekündigt, Kohlestrom und Atomenergie fördern zu wollen. „Trumps Energiepolitik ist ein schlechter Deal mit Ansage“, so Austrup. „Die USA haben beste Voraussetzungen um Wind- und Solarenergie auszubauen. Bundesstaaten wie Kalifornien, Texas oder Iowa werden sich dieses Chance nicht entgehen lassen.“

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