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Photovoltaik boomt weltweit - und auch (wieder) in Deutschland

(7.6.2017; Intersolar-Bericht) Der globale Photovoltaik-Boom nimmt wieder Fahrt auf. Laut einer aktuellen Marktprognose, die der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar) auf der Intersolar Europe veröffentlicht hat, könnten in diesem Jahr Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von rund 80 Gigawatt/peak (GWp) neu in Betrieb gehen - nach einem Zubau von 75 GWp im Jahr 2016:


Joachim Goldbeck, Präsident des BSW-Solar, wies in diesem Kontext in München darauf hin, dass Deutschland über erfolgreiche Unternehmen entlang der gesamten photovoltaischen Wertschöpfungskette verfüge ...

  • vom Rohstoff Silizium
  • über den Maschinen- und Anlagenbau
  • über die Systemtechnik, Projektentwicklung und Kraftwerksbau
  • bis hin zu den Batteriespeichern.

Auch in Deutschland stehen die Zeichen inzwischen wieder auf Wachstum. Nach Daten der Bundesnetzagentur wurde in den ersten drei Monaten dieses Jahres rund 65% mehr Solarstromleistung neu installiert als im Vorjahr. Nahezu die Hälfte der privaten Investoren kombiniert die neue Solaranlage inzwischen mit einem Batteriespeicher, um auch in den Abendstunden Solarstrom zu nutzen.

Aufgrund attraktiver Renditeerwartungen und Finanzierungskonditionen für Gewerbe- und Immobilienbesitzer rechnet der Branchenverband BSW-Solar in den nächsten Monaten mit einer weiter anziehenden Nachfrage. „Die Investitionsbedingungen für Verbraucher und Unternehmer sind attraktiv. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Einstieg in die Solarstromerzeugung“, verspricht Carsten Körnig, BSW-Hauptgeschäftsführer.


„Wir freuen uns über die anziehende Nachfrage. Aber wir wissen, dass wir deutlich mehr neue Solaranlagen brauchen, um die Pariser Klimaziele zu erreichen und den wachsenden Bedarf im Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor zu decken“, so Körnig. Mit 6,6 Cent/kWh habe im Kraftwerksmaßstab erzeugter Solarstrom in Deutschland die Erzeugungskosten von Strom aus neu errichteten fossil befeuerten Kraftwerken unterschritten. Körnig stellt fest: „Es gibt keinen Grund mehr, die Photovoltaik weiter zu deckeln. Wenn die Politik die Wachstumsbremsen löst und bürokratische Barrieren beseitigt, ist der notwendige Ausbau der Photovoltaik kosteneffizient machbar.“

„Immer mehr Länder nehmen Klimaschutz ernst und setzen auf saubere Solarenergie. Dies ist oft schlicht eine ökonomische Entscheidung, weil Photovoltaik schon heute in vielen Regionen die günstigste Form der Stromerzeugung ist und sehr verbrauchsnah erfolgen kann“, erläutert Körnig. Spätestens im Jahr 2020 wird nach Einschätzung des Verbandes der jährliche Photovoltaik-Zubau die Marke von 100 Gigawatt erreichen. Zum Vergleich: 2010 lag der weltweite PV-Absatz erst bei 17 Gigawatt.

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