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15% mehr Solarstromanlagen 2017

(4.2.2018) Nach Jahren des Rückgangs zog die Solarstrom-Nachfrage in Deutschland 2017 erstmals wieder spürbar an. Das stellte jetzt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar) auf Basis von Zahlen der Bundesnetzagentur fest. Demnach wurden bis zum Jahresende 2017 rund 67.200 neue PV-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 1,75 Gigawatt (GW) bei der Bundesbehörde gemeldet – das sind rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr (2016: 52.000 Anlagen / 1,53 GW).

Die Belebung der Nachfrage geht nach Einschätzung der Solarwirtschaft insbesondere auf stark gesunkene PV-Anlagen-Preise zurück. Der Absatz bleibe gleichwohl weiterhin hinter dem klimapolitisch Notwendigen zurück. Die Bundesregierung müsse deshalb bestehende Marktbarrieren und Photovoltaik-Ausbaudeckel beseitigen und die Ausbauziele deutlich heraufsetzen, so die Forderung des Branchenverbandes. Zumal aufgrund des Preisverfalls die im EEG gewährten Marktprämien für die Errichtung neuer Solaranlagen keinen nennenswerten Einfluss mehr auf den Strompreis hätten. Und mit Erzeugungskosten von rund fünf Cent sei neu errichtete Solartechnik im Kraftwerksmaßstab inzwischen auch in Deutschland zu einer der günstigsten Arten der Energieerzeugung avanciert. Zum positiven Nutzen der Solarenergie tragen zunehmend auch Solarstromspeicher bei, deren Preise sich innerhalb der letzten vier Jahre halbiert haben. „Solarstromspeicher reduzieren den mit der Energiewende verbundenen Netzausbaubedarf merklich“, so BSW-Solar-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

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