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Wenn Überwachungskameras „intelligent“ werden

(7.12.2017) Bosch hat eine neue Produktreihe von smarten Videokameras im mittleren Preissegment vorgestellt. Die feststehenden Dome-(Flexidome) und Zylinder-Kameras (Dinion) IP 4000i, IP 5000i und IP 6000i verfügen standardmäßig über eine eingebaute Videoanalyse. Dadurch „verstehen“ sie, was sie sehen; und anhand von Metadaten werden die Videoaufnahmen kodiert und strukturiert. Statt also nur Videobilder aufzunehmen und zu speichern, wird eine Vielzahl zusätzlicher Informationen gewonnen, die die Grundlage für neue Geschäftsanwendungen bilden.

Die Videobilder können bereits bei der Erfassung individuell von jeder Kamera analysiert werden, für eine ganze Reihe neuer Anwendungen. Im Einzelhandel können beispielsweise die IP 4000i-, IP 5000i- und IP 6000i-Kameras zählen, wie viele Kunden ein Geschäft betreten oder verlassen. Sie können die Wege auswerten, die Kunden im Laden gehen. Anhand dieser Daten lässt sich dann die Ladengestaltung optimieren.

Darüber hinaus könnten u.a. Arbeitsschutzbestimmungen im Gewerbe, im Einzelhandel oder in der Industrie kontrolliert werden: Dank Videoanalyse wird Alarm ausgelöst, wenn ...

  • Notausgänge versperrt sind,
  • Gabelstapler in die falsche Richtung fahren oder wenn
  • nicht autorisierte Fahrzeuge im Halteverbot stehen, zum Beispiel in Ladezonen.

Neue Anwendungen

Die smarten Kameras können auch zur Einbruchsmeldung eingesetzt werden; dazu definieren Nutzer Alarmregeln, die Warnmeldungen nur absetzen, wenn es wirklich nötig ist. Die Kameras sind also in der Lage, zu „verstehen“, was sie sehen. Metadaten werden den Videobildern hinzugefügt, so dass die Aufnahmen Struktur bekommen und mit einer Vielzahl von Informationen versehen werden, wie Farbangaben und Art, Geschwindigkeit und Richtung von Objekten, die sich durch eine Szene bewegen. Dank der Metadaten wird auch die forensische Suche erleichtert, denn die Videoanalyse per Essential Video Analytics ermöglicht es, zur Aufklärung einer kriminellen Handlung auch große Mengen an Videomaterial schnell nach Beweisen zu durchsuchen.

Die neuen Kameras sind in verschiedenen Auflösungen erhältlich - von 720p bis 5 Megapixel mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Bei schwierigen Lichtverhältnissen liefert die neue Dinion IP starlight 6000i IR Zylinderkamera dank Boschs „Starlight“-Technologie klare und detaillierte Bilder in Farbe. Durch die Funktionsfähigkeit auch bei nur geringem Umgebungslicht ergeben sich weitere Analysemöglichkeiten und Anwendungen, wie zum Beispiel die Farbfilterung - siehe dazu auch den Beitrag „Starlight-Technologie verbessert Lichtempfindlichkeit, Frontal- und Gegenlichtkompensation“ vom 4.10.2016.

Im Sinne eines effizienten Datenmanagements sind alle IP 4000i-, IP 5000i- und IP 6000i-Kameras mit Dynamischer Rauschunterdrückung und optimiertem Streaming ausgestattet: Da ruhende Szenen, in denen sich nichts oder kaum etwas bewegt, nur geringe Bitraten erfordern, unterscheidet die Bitraten-Technik der Kameras zwischen Bildrauschen und relevanten Informationen - wie Bewegung. So bleibt die Videodatenmenge überschaubar, Netzlast und Speicherbedarf werden verringert. Und da das Bildrauschen bereits bei der Aufnahme von der Kamera unterdrückt wird, gehen die geringen Bitraten nicht zu Lasten der Qualität der Videobilder. Durch die Kombination mit der neuesten H.265-Video­kom­primierung können die Bitraten um bis zu 80% reduziert werden. Für den Fall, dass das vorhandene System H.265 noch nicht unterstützt, sind die Kameras rückwärts kompatibel und unterstützen auch bestehende H.264-Systeme.

Weitere Informationen zu smarten Kameras können per E-Mail an Bosch angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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