Baulinks -> Redaktion  || < älter 2022/0065 jünger > >>|  

Sechs Trends für die Videoüberwachung im Jahr 2022 ... aus der Sicht von Axis

(16.1.2022) Axis Communications, einer der führenden Anbieter im Bereich Netzwerk-Video, gibt einen Ausblick auf 2022: Sechs Technologietrends im Sicherheitssektor stechen dabei heraus. Viele von ihnen sind mit der Notwendigkeit verbunden, ein vertrauenswürdiges Technologie-Ökosystem aufzubauen.

1. Vernetzung in hybriden Umgebungen

In den vergangenen Jahren war ein wichtiger Trend, dass die Welt „horizontal“ wird - das heißt, dass Cloud-, On-Premise-Server- und Edge-Technologien zunehmend gemeinsam genutzt werden, wobei jede Anwendung ihre Stärken auch in Hybridlösungen zeigt. Daran hat sich nichts geändert. Aber es ist im letzten Jahr deutlich geworden, dass die Frage der Netzwerkarchitektur für jeden Anwender individuell ist. Sowohl interne Ressourcen und Richtlinien als auch externe Faktoren wie lokale und internationale Vorschriften müssen im Setup einer Netzwerkarchitektur Berücksichtigung finden. Da „vernetzte“ Systeme inzwischen zum Standard geworden sind, geht Axis davon aus, dass auch die meisten Videosicherheitslösungen letztendlich hybride Lösungen sein werden.

2. Cybersicherheit im Zero-Trust-Netzwerk

Die Milliarden von Verbindungen, die heute zwischen Geräten, Netzwerken und Rechenzentren bestehen, haben das Konzept der Absicherung eines Perimeters um ein Unternehmen herum fast völlig überflüssig gemacht. Die Abgrenzungen, die es früher gab, sind durchlässig geworden und so hat sich ein neuer Standardsicherheitsansatz herausgebildet: die Zero-Trust-Netzwerke. Die Corona-Pandemie hat hier eine zentrale Rolle gespielt, da durch flexible Arbeitsmodelle mehr Geräte über das öffentliche Internet verbunden sind als je zuvor.

Zero-Trust-Netzwerke bedeuten, dass das Sicherheitsprofil eines jeden Geräts, das sich mit einem Netzwerk verbindet, einzeln und individuell bewertet wird. Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Bereich der Videosicherheit: Signierte Firmware, regelmäßige Software-Updates, sicheres Booten, verschlüsselte Daten und sichere digitale Identitäten werden zu elementaren Faktoren und sind künftig nicht mehr Nice-to-have“, sondern ein absolutes Must-have.

3. Die Authentizität von Videomaterial

Die Echtheit von Videomaterial wird aufgrund von immer raffinierteren Manipulationen und Deep Fakes zunehmend infrage gestellt. Ein Videostream benötigt deshalb zum Aufnahmezeitpunkt eine digitale Signatur, die den eindeutigen Nachweis erbringt, dass das Video von einer bestimmten Kamera aufgenommen und seitdem nicht verändert wurde.

Die gesamte Sicherheitsbranche muss daher gemeinsame Initiativen anstoßen, um die Sicherung der Authentizität von Videomaterial zu standardisieren, idealerweise auf der Grundlage von Open-Source-Software.

4. Akzeptanz von KI wächst

Auch wenn KI- und Deep-Learning-basierte Dienste inzwischen Standard sind, muss künstliche Intelligenz (KI) dennoch Teil dieser Trendprognose sein. Axis ist nach wie vor der Überzeugung, dass die Technologie an sich nicht reguliert werden sollte, wohl aber die Anwendungsfälle. Gesetzgebungen und Regulierungen in Bezug auf die Entwicklung und Nutzung KI-basierter Technologien und Anwendungen sollten auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene entworfen werden. Während das Potenzial von KI und Deep Learning für die Videosicherheit nach wie vor positiv eingeschätzt wird, erwartet Axis einen noch stärkeren Fokus auf Initiativen, die sicherstellen, dass KI ethisch korrekt eingesetzt wird. Durch die stärkere Integration von KI in die grundlegendsten Ebenen der Technologie, dem System-on-Chip (SoC), wird sie zur Verbesserung und Optimierung aller Aspekte der Videosicherheitsleistung eingesetzt werden – von der Kamerakonfiguration über die Bildqualität bis hin zur Analyse.

5. Die Pandemie als Katalysator

Die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigen sich auf unterschiedliche Weise: Die Pandemie war einerseits ein Katalysator für kontaktlose Technologien, ebenso wie für den Einsatz smarter Videotechnik, um sicherzustellen, dass die Richtlinien für ‚Social Distancing‘ und die öffentliche Gesundheit eingehalten werden.

Im Technologiesektor führt die Pandemie aber auch zu Problemen in der Lieferkette, die die Herstellung und Beschaffung von Schlüsselkomponenten für gewisse Produkte einschränken. Die starke Vernetzung zwischen den Branchen und den verschiedenen Ländern hat dazu geführt, dass die weltweite Verknappung von Halbleitern in vielen Sektoren weiterhin eine große Herausforderung darstellt. Viele Unternehmen haben daraufhin öffentlich den Wunsch geäußert, ihre eigenen Halbleiter bzw. System-on-Chips (SoC) zu entwickeln. (Axis entwickelt bereits seit vielen Jahren seinen eigenen ARTPEC-Chip - inzwischen schon in der 8. Generation.)

6. 5G findet seinen Platz

Während sich ein Großteil des Hypes um 5G auf die Verbesserung der Netzwerkleistung für Verbraucheranwendungen konzentriert, ist für die Sicherheitsbranche interessant, wie sich private 5G-Netzwerke als Anwendungsfall für die Unternehmenstechnologie entwickeln. Private 5G-Netzwerke haben ein echtes Potenzial für Videosicherheitslösungen an großen oder unterschiedlichen Kundenstandorten, weil der neue Mobilfunkstandard es Unternehmen ermöglichen wird, IoT-Geräte in größerem Umfang zu vernetzen und die Entscheidungsfindung durch Datenaggregation und -analyse in Echtzeit zu verbessern. Auch für die Cybersicherheit könnte 5G große Vorteile bieten, vor allem in Hinblick auf die Sicherheit der einzelnen Komponenten in einem Netzwerk.

In naher Zukunft werden wahrscheinlich vor allem Unternehmensnetze vom 5G-Stan­dard profitieren, da er neue Szenarien ermöglichen wird, wie z.B. mobile Anwendungen und großflächige Installationen.

Weitere Informationen zur smarten Videoüberwachung per Netzwerk können per E-Mail an Axis angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

Impressum | Datenschutz © 1997-2022 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (XING, linkedin)