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Biodiversitätsdach neu von Optigrün

(14.9.2018; GaLaBau-Bericht) Schon lange sind es nicht mehr nur exotische Tier- und Pflanzenarten, die vom Rückgang der Artenvielfalt bedroht sind. Auch bei vielen heimischen Tier-, Vogel- und Insektenarten ist ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Ein Grund sind die immer kleiner werdenden Rückzugsgebiete.

alle Fotos © Optigrün 

Dachbegrünung als Ausgleichsmaßnahme

Weitläufige Flächenversiegelungen durch Bebauungen - inklusive Steinwüsten als Vorgärten - sowie Monokulturen in der Landwirtschaft schmelzen die Lebensräume für Kleintiere, Vögel und Insekten immer weiter ab. Mit Gründächern lassen sich allerdings neue Naturflächen vergleichsweise einfach in Siedlungen, Gewerbegebiete und Städte zurückbringen - zumal sich Gründächer oft über längere Zeit unberührt entwickeln können.

„Sicherlich lösen sich die Probleme, die wir Menschen über lange Zeit geschaffen haben, nicht einfach in Luft auf, indem wir Grünflächen auf unseren Dächern anlegen“, konstertierte Sonja Alex, Marketingleiterin des baden-württembergischen  Dachbegrünungsspezialisten Optigrün, in Nürnberg auf der GaLaBau „aber gerade in stark bebauten Gebieten bringt eine Dachbegrünung gleich mehrere Vorteile mit sich: Sie schützt die Abdichtung eines Daches vor außergewöhnlichen Temperaturen sowie Hagel, Wind und anderen Witterungseinflüssen, und sie entlastet die Kanalisation vor allem bei Starkregen, indem sie das Wasser speichert oder es verdunstet.“ Damit trage eine Dachbegrünung effizient zur Gebäudekühlung, Luftbefeuchtung und Feinstaubfilterung bei, so Frau Alex. „Und außerdem sieht sie auch noch sehr gut aus.“

Vom einfachen Gründach zum Biodiversitätsdach

Optigrün will verstärkt auf „Biodiversitätsdächer“ setzen - einer Form des Gründachs mit besonders hoher Artenvielfalt. Eine extensive Dachbegrünung, bei der hauptsächlich bodendeckende Dickblatt-Gewächse wie Sedum-Pflanzen eingesetzt werden, lässt sich mit nur etwas mehr Aufwand in einen noch wertvolleren und vielfältigeren Ort für Tiere und Menschen umwandeln.

„Die Modellierung der Fläche durch verschiedene Substrathöhen ist einer der Biodiver­si­täts-Bausteine, die wir für diese besondere Form der Dachbegrünung erarbeitet haben“, erläuterte Marion Kreutner, die Spezialistin für Vegetation bei Optigrün. Dabei wird mit unterschiedlichen Substrathöhen und stellenweisen Aufschüttungen gearbeitet, damit ...

  • Gräser, Kräuter, Stauden, Sträucher und auch kleine Bäume gepflanzt werden können, die tiefere Wurzeln und einen größeren Wasser- und Nährstoffbedarf haben,
  • frostfreie Rückzugsbereiche für Bodentiere entstehen,
  • sich Regenwasser zeitweilig anstauen kann und Vögeln und Insekten als Tränke dient und damit
  • ein abwechslungsreiches Gestaltungsbild entsteht, zu dem auch Sandlinsen und Fein- oder Grobkiesflächen gehören.

Vegetationsfreie Bereiche sind zudem eine wichtige Voraussetzung für das Ansiedeln ganz unterschiedlicher Lebewesen. Windsichere Nisthilfen wie Brutkästen oder Bienenstöcke, aber auch Totholz wie abgeschnittene Äste oder Baumscheiben bieten Insekten und Vögeln dauerhaften Lebensraum. Achtet man zudem bei der Auswahl der Pflanzen auf spezielle Artenlisten nach Blütenfarbe und Blühzeitraum, steht ihnen fast ganzjährig ausreichend Nahrung zur Verfügung.

„Im Prinzip wird ein Gründach durch die verschiedenen Biodiversitäts-Bausteine veredelt“, erklärt Kreutner, „indem es eine besondere Funktion erhält. Achtet man auf den Erhalt der neu geschaffenen Lebensräume und ein wenig auf die Pflege des Dachaufbaus, ist ein Biodiversitätsdach eine zweckmäßige und langlebige Grundlage für eine große Artenvielfalt.“

Weitere Informationen zu Biodiversitätsdächern können per E-Mail an Optigrün angefordert werden.

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