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Wohnungsmieten steigen weiter - aber langsamer

(9.9.2019) Die Mieten inserierter Wohnungen sind deutschlandweit im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4% gestiegen - auf 8,70 Euro/m² nettokalt. Im ersten Halbjahr 2018 betrug das Plus 5,4% gegenüber dem Vorjahr. Damit flacht sich der Preisanstieg leicht ab - das geht aus einer aktuellen Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.

Gestiegen sind Erst- und Wiedervermietungsmieten in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ...

  • in den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern um 5%,
  • in Großstädten unter 500.000 Einwohnern um 3,6%,
  • in städtischen Kreisen - zumeist Umlandkreise der Großstädte - um 4,5% und
  • in den ländlichen Kreisen um 3,9%.

In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern lag die durchschnittliche Miete für eine inserierte Wohnung im ersten Halbjahr 2019 bei 11,65 Euro/m². Spitzenreiter bei den Angebotsmieten bleibt München. In der bayerischen Landeshauptstadt wurden Wohnungen für durchschnittlich 18,20 Euro/m² angeboten - das entspricht gemessen am Vorjahreszeitraum einem Plus von 3,7%. Es folgen ...

  1. Frankfurt am Main (14,21 Euro/m², +5,2%),
  2. Stuttgart (13,87 Euro/m², +5,0%),
  3. Freiburg (12,90 Euro/m², +7,1%),
  4. Heidelberg (12,26 Euro/m², +6,8%) und
  5. Hamburg (12,17 Euro/m², +3,8%).

  

In fünf der sieben größten deutschen Städte verlangsamte sich der Anstieg - besonders deutlich in München und Hamburg.

In den Metropolregionen München, Stuttgart und Frankfurt/Rhein-Main sind die Mieten nicht nur entlang der angrenzenden Landkreise überdurchschnittlich hoch, sondern auch im weiteren Umland. In den Metropolräumen Düsseldorf/Köln/Bonn und Berlin zahlen Mieter dagegen nur im engeren Umland mehr als im bundesweiten Durchschnitt.

Derzeit liegen die Angebotsmieten in 48 von 401 Stadt- und Landkreisen durchschnittlich über zehn Euro/m². In 99 Stadt- und Landkreisen betragen sie dagegen weniger als 6,00 Euro/m².

Abseits der Ballungsräume finden Wohnungssuchende sehr viel günstigere Wohnungen. So wurden in Landkreisen wie Wunsiedel (Bayern), Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen), Görlitz (Sachsen), dem Vogtlandkreis (Sachsen) oder Holzminden (Niedersachen) Wohnungen im Schnitt für unter 5,00 Euro/m² angeboten.

Zur Methode: Die vom BBSR ausgewerteten Angebotsmieten basieren auf Inseraten aus Immobilienplattformen und Internet-Angeboten von Tageszeitungen für Erst- und Wiedervermietungen von Wohnungen. Bei den berechneten Mietwerten handelt es sich um Nettokaltmieten ohne Nebenkosten für nicht-möblierte Wohnungen zwischen 40 und 130 m². Mieten aus bestehenden Mietverträgen werden mit dieser Quelle nicht dargestellt.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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