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Immobilientransaktionsvolumen knackte 2019 erstmals 300-Mrd.-Euro-Marke

(2.3.2020) Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 303,5 Mrd. Euro auf den deutschen Immobilienmärkten investiert. Das Transaktionsvolumen hat damit um 31,5 Mrd. bzw. um 11,6% gegenüber 2018 zugelegt - so das Ergebnis einer Hochrechnung des Immobilienverbandes Deutschland IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens.

Laut IVD-Präsident belegt der deutliche Sprung im Volumen der Immobilieninvestitionen, dass der deutsche Immobilienmarkt weiterhin in sehr guter Verfassung ist: „Die Nachfrage, stimuliert durch die gute Konjunktur und den fortgesetzten Niedrigzinskurs der europäischen Zentralbank, bleibt hoch. Insbesondere die hohe Nachfrage institutioneller Investoren nach Wirtschaftsimmobilien in den Top-7-Städten hat zu dem starken Ergebnis beigetragen," betont Jürgen Michael Schick.

Höchster Anstieg des Transaktionsvolumens seit 2016

Der 2019er Anstieg des Investitionsvolumens ist der höchste der vergangenen vier Jahre. Die Umsatzzuwächse der Jahre 2018 (+7,1%) und 2017 (+5,6%) wurden bei weitem übertroffen. Selbst die sehr hohe Zuwachsrate im Jahr 2016 von 9,6% wurde um zwei Prozentpunkte übertroffen. „Die starke Dynamik des Transaktionsvolumens ist erfreulich. Sie bereitet allerdings auch Sorge. Denn dahinter steckt der gewaltige Nachfrageüberhang bei Wohnungen und Büros in den Top-7-Städten und Ballungsräumen. Diese Entwicklung kann mittelfristig ins Gegenteil umschlagen und den demographischen und wirtschaftlichen Schwung abwürgen. Die Politik ist hier dringend gefordert, den Neubau in allen Immobiliensegmenten zu fördern und zu forcieren“, fordert der IVD-Präsident.

Prozentual höchster Umsatzanstieg in Berlin

Die Transaktionsumsätze sind in fast allen Bundesländern mit Ausnahme Hamburgs gestiegen. Der mit Abstand größte Zuwachs beim Transaktionsvolumen war in Berlin zu beobachten. Dort stieg das Transaktionsvolumen um mehr als ein Drittel (+37,3%) auf 24,4 Mrd. Euro. Das Jahr zuvor stagnierte das Transaktionsvolumen in der Bundeshauptstadt noch mit einer Veränderung von +0,4% quasi auf Vorjahresniveau. Der enorme Kapitaldruck und eine entsprechend hohe Nachfrage nach vor allem großvolumigen Objekten erklären die aktuellen Zuwachsraten in Berlin. Dieser Befund wird von den vorläufigen Umsatzzahlen der Berliner Gutachterausschüsse bestätigt. Vor allem das Segment der Büro- und Geschäftshäuser trägt mit einem Umsatzplus von 75% am Gesamtumsatz dazu bei. Ebenfalls überdurchschnittlich starke Zuwachsraten gab es ...

  • in Niedersachsen (+15,7%),
  • in Rheinland-Pfalz (+13,7%),
  • in Schleswig-Holstein (+12,9%) und
  • in Sachsen (+12,1%).

Lediglich in Hamburg kam es zu Umsatzrückgängen. Im Vergleich zum Vorjahr sank hier das Transaktionsvolumen um 3,2% auf 12,2 Mrd. Euro.

Höchste Transaktionsumsätze weiterhin in Bayern und NRW

Die höchsten Transaktionsumsätze wurden, wie in den vergangenen Jahren auch, in den Flächenländern Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg verbucht. Rund die Hälfte (52,2%) des Immobilieninvestitionsvolumens in Deutschland entfielen auf diese drei Bundesländer: So betrug das Umsatzvolumen ...

  • in Bayern 60,1 Mrd. Euro,
  • in Nordrhein-Westfalen 56,4 Mrd. Euro und
  • in Baden-Württemberg 41,8 Mrd. Euro.

Neu im Top-5-Umsatzranking ist Berlin. Mit einem Umsatzvolumen von 24,4 Mrd. Euro hat die Bundeshauptstadt das Land Niedersachsen (Transaktionsvolumen 2019: 24,0 Mrd. Euro) vom fünften Platz verdrängt.

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