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vdp-Immobilienpreisindex 2019 um 6,3% auf neuen Höchststand gestiegen

(16.2.2020) Die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt steigen und steigen - und das seit zehn Jahren ununterbrochen. „Mittlerweile fällt der Anstieg aber nicht mehr so hoch aus wie noch vor zwei oder drei Jahren. Insbesondere in den Top 7-Städten lässt die Preisdynamik bei Wohnimmobilien angesichts der erreichten hohen Niveaus nach. Solange die Nachfrage das Angebot übersteigt, wird sich nichts Grundlegendes an der Preisentwicklung ändern“, resümiert Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp).

Laut vdp-Immobilienpreisindex entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr die Preise von ...

  • Wohn-/Gewerbeimmobilien (gesamt) um +6,3%
  • Wohnimmobilien in Deutschland um +6,4%
  • Wohnimmobilien in Top 7-Städten um +2,9%
  • Gewerbeimmobilien um +6,0%
  • Büroimmobilien um +8,9% und von
  • Einzelhandelsimmobilien-Immobilien um -0,2%.

Geringere Preisdynamik in Top 7-Städten

Gegenüber Ende 2018 verteuerten sich Wohnimmobilien deutschlandweit um 6,4%. Damit stiegen die Preise das 20. Quartal in Folge um mehr als 5,5%. Zum aktuellen Wachstum trug der Preisanstieg bei selbst genutztem Wohneigentum (+6,6%) noch etwas stärker bei als der bei Mehrfamilienhäusern (+6,2%). Die Neuvertragsmieten legten um 3,8% zu, in den vorherigen sechs Quartalen fiel das Wachstum jedoch noch stärker aus.

In den Top 7-Städten (also in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) stiegen die Preise für Wohnimmobilien in deutlich geringerem Maß als auf dem gesamtdeutschen Markt. Die Wachstumsrate belief sich auf 2,9% gegenüber dem Jahresende 2018, wozu sowohl selbst genutztes Wohneigentum (+3,6%) als auch Mehrfamilienhäuser (+2,7%) beitrugen. Die Neuvertragsmieten stiegen hier „lediglich“ um 2,0%.

„Geringer war die Preisdynamik in den sieben Metropolen zuletzt Ende 2010. Die Entwicklung zeigt, dass Investoren offenbar nicht bereit sind, zu jedem Preis zu kaufen - ein gutes Signal. Die Marktmechanismen funktionieren. Staatlicher Eingriffe wie in Berlin mit dem Mietendeckel bedarf es dafür nicht“, konstatiert der vdp-Hauptgeschäftsführer.

Uneinheitliche Entwicklung bei Gewerbeimmobilien

Die Preise für Gewerbeimmobilien nahmen im vierten Quartal 2019 deutschlandweit um 6,0% gegenüber dem Jahresende 2018 zu. Damit bestätigte die Wachstumsrate ungefähr das Niveau des Vorquartals (+5,9%). Der Anstieg resultiert dabei aus der Entwicklung im Bürosektor: Büroimmobilien verteuerten sich deutlich um 8,9%, während die Preise für Einzelhandelsimmobilien um 0,2% zurückgingen.

Büroimmobilien boomen

Ursache für die uneinheitliche Entwicklung bei den Gewerbeimmobilien ist einerseits die anhaltend hohe Nachfrage nach Büroflächen - ausgelöst durch die robuste Binnenkonjunktur und positive Arbeitsmarkt-Aussichten. Inzwischen liegen die Leerstandsquoten in vielen Büromärkten unter 3,0%, mit der Folge, dass der vdp-Index für Neuvertragsmieten im vierten Quartal 2019 um 6,2% gestiegen ist.

Einzelhandelsimmobilien unter Druck durch  E-Commerce

Der stationäre Einzelhandel wurde andererseits durch die weiter zunehmende Konkurrenz des E-Commerce belastet. Vor diesem Hintergrund verringerte sich die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen, was sich nicht nur an den Preisen, sondern auch an den Neuvertragsmieten zeigte, die Ende 2019 - im Vergleich zum Vorjahresquartal - um 0,9% nachgaben.

„Der Strukturwandel im Einzelhandel wirkt sich unweigerlich auf die Preisentwicklung der Immobilien aus“, kommentierte Herr Tolckmitt und kommt jedoch bei Betrachtung des gesamten deutschen Marktes zu dem Schluss, dass „die Attraktivität deutscher Gewerbeimmobilien ungebrochen ist. Sofern keine exogenen Schocks auftreten, deutet vieles auch hier auf eine weiter stabile Aufwärtsentwicklung hin. Das Preissteigerungspotenzial wird aber kleiner.“

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