Baulinks -> Redaktion  || < älter 2020/1748 jünger > >>|  

Heizspiegel 2019/2020 berücksichtigt erstmals auch Holzpellets


PDF-Download

    

(27.10.2020) 720 Euro - so hoch waren 2019 die durchschnittlichen Heizkosten in einer erdgasbeheizten 70 m² großen Vergleichswohnung. Damit stiegen die Heizkosten im vergangenen Jahr im Schnitt um 20 Euro (+2,9%). Für den neuen Heizspiegel, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online heute veröffentlicht hat, wurden mehr als 147.000 Datensätze aus zentral beheizten Wohngebäuden in ganz Deutschland ausgewertet.

Auch Heizen mit Öl, Fernwärme und Wärmepumpe teurer

Die Kosten für das Heizen mit Öl, Fernwärme und Wärmepumpe zogen in der Heizsaison 2019 ebenfalls an:

  • Wärmepumpe: 735 Euro (+7,3%)
  • Fernwärme: 890 Euro (+3,5%),
  • Heizöl: 855 Euro (+1%) und
  • erstmals Holzpellets: 590 Euro

Gründe für die gestiegenen Kosten waren neben kühlerem Wetter auch die Preisänderungen für ...

  • Erdgas (+3,4%),
  • Strom für Wärmepumpen (+3,8%),
  • Fernwärme (+2,2%) sowie
  • Heizöl (-2%).

Vergleichswerte des Heizspiegels für Deutschland 2020

Prognose: Erdgas-Heizkosten voraussichtlich stabil

Die Vorausschau für den Abrechnungszeitraum 2020 zeigt: Verbraucher, die mit Erdgas heizen, können mit stabilen Kosten rechnen. Wie die Experten von co2online prognostizieren, steigen die Kosten für das Heizen mit Wärmepumpen weiter (circa +4%), während sie für Fernwärme (circa -2%), Holzpellets (circa -4%) und Heizöl (- 18%) voraussichtlich sinken werden.

Umstieg auf Erneuerbare hilft, Geld und CO₂ zu sparen

Ab 2021 sparen Eigentümer, die auf nicht fossile Energieträger umsteigen, den steigenden CO₂-Preis. Zudem sind bis zu 45% der Kosten für den Umstieg staatlich förderfähig - siehe u.a. Beitrag „20 Jahre Marktanreizprogramm (MAP) für Wärme aus erneuerbaren Energien“ vom 2.1.2020.

Wie der Blick auf den aktuellen Heizspiegel zeigt, bleibt auch die energetische Sanierung ein wesentlicher Baustein fürs Energiesparen: Bewohner von durchschnittlichen Wohnungen in sanierten Gebäuden zahlen bis zu 545 Euro weniger fürs Heizen als diejenigen in unsanierten.

Der schlummernde Riese

„Die energetische Gebäudesanierung und Optimierungen im Bestand sind der schlummernde Riese fürs Energiesparen und für den Klimaschutz“, konstatiert Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „Wir erleben immer wieder, dass vielen Verbrauchern dieses Potenzial noch nicht bewusst ist. Mit co2online können sie den ersten Schritt gehen, um ihren CO₂-Fußabdruck ein ganzes Stück zu verkleinern.“

„Um Mieter nicht zusätzlich zu belasten, sollten Sanierungen warmmietenneutral erfolgen“, fordert Dr. Melanie Weber-Moritz, Bundesdirektorin des Deutschen Mieterbundes (DMB). „Nur Eigentümer können die Heizungsanlage erneuern und so die Voraussetzungen für einen geringeren Verbrauch schaffen. Durch bewusstes Heizen und Lüften können auch Mieter geringfügig sparen, allerdings ist dafür eine transparente Heizkostenabrechnung mit der korrekten Angabe der individuellen Verbräuche elementar.“

siehe auch für zusätzliche Informationen:

ausgewählte weitere Meldungen:

siehe zudem:


zurück ...
Übersicht News ...
Übersicht Broschüren ...

Impressum | Datenschutz © 1997-2021 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (XING, linkedin)
ANZEIGE