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So heizt und lüftet Deutschland: Viel wird richtig gemacht!

(27.10.2020) Das eigene Heiz- und Lüftungsverhalten hat einen mitunter großen Einfluss auf den Wärmeverbrauch in den eigenen vier Wänden und die dadurch entstehenden Heizkosten - das wüssten 93% der Einwohner in Deutschland. Rund 40% seien zudem davon überzeugt, sich in Sachen Heizen und Lüften optimal zu verhalten - zu diesen Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie von Techem. Knapp zwei Drittel (65%) der Befragten schätzen ihren Wissenstand in diesem Bereich als gut bis sehr gut ein. Doch wie ist es wirklich um das Heiz- und Lüftungsverhalten in Deutschlands Haushalten bestellt? Mit dem Start in die Heizperiode lohnt es sich, die Gewohnheiten in den Blick zu nehmen.

Tatsächlich setzen 72% der Befragten auf Stoßlüften als Alternative zum dauerhaften Kippen der Fenster, und 68% räumen ihre Heizkörper frei, um für eine ideale Wärmeverteilung zu sorgen. Doch während sie über die gängigsten Maßnahmen zum klugen Heizen und Lüften gut informiert sind, besteht bei anderen wirkungsvollen Maßnahmen noch Nachholbedarf: So entlüften nur 42% der Befragten regelmäßig ihre Heizkörper und 54% wissen nicht, dass sich im Winter durch das Schließen von Rollos oder Vorhängen der Wärmeverlust über die Fenster reduzieren lässt - insbesondere dann, wenn man über keine Dreifachverglasung verfügt. Zudem schätzen die Befragten das Einsparpotenzial, das durch das Absenken der Temperatur um ein Grad entsteht, mehrheitlich falsch ein. Dabei spart jedes Grad ca. sechs Prozent Energie.

Wohlfühltemperaturen

Entscheidend für energiesparendes Heizen ist die richtige Einstellung der Thermostatventile. Techem empfiehlt für Wohn- und Kinderzimmer sowie das Bad eine Raumtemperatur von 20 bis 22°C. Diese Temperaturen erreicht man in der Regel mit Stufe 3 bis 4 am Thermostat. Im Schlafzimmer und in der Küche reichen 17 bzw. 18 bis 20°C aus, für die Stufe 2 bis 3 eingestellt werden sollte. Die Studie zeigt, dass dies auch die Wohlfühltemperaturen der Bewohner in Deutschland sind. Gleichwohl wissen 41% der Befragten nicht, wie die Ventile an ihren Heizungen eingestellt sind, und heizen so womöglich über ihren Bedarf hinaus. Smarte Thermostate oder Regeltechnik, die beim Einhalten der Wunschtemperatur helfen, nutzen sogar nur 11 Prozent der Umfrageteilnehmer.

Regelmäßig Stoßlüften!

Mindestens genauso wichtig wie die richtige Raumtemperatur ist regelmäßiges Lüften. Denn das verbessert die Luftqualität, führt Luftfeuchtigkeit ab und verändert dadurch auch das Wärmeempfinden. Die Mehrheit der Bewohner (58%) setzt im Alltag ganz richtig auf Stoßlüften, indem sie Fenster komplett öffnet und durch mehrere Zimmer gleichzeitig quer lüftet (51%). Dabei schalten die Befragten Heizungen in der Nähe von Fenstern komplett aus (35%) oder drehen sie herunter (35%). Lediglich 26 Prozent stellen Fenster zum Lüften auf Kipp. Frauen verhalten sich in dieser Hinsicht etwas vorbildlicher als Männer.

„Ein Durchschnittshaushalt verbraucht rund 85 Prozent seiner Energie für Heizwärme und Warmwasser und nur ca. 15 Prozent für Strom. Verbraucher können mit dem richtigen Heiz- und Lüftungsverhalten einiges tun, um Energie und damit auch CO₂ zu sparen. Die Umfrage zeigt, dass die Befragten schon viel richtig machen und das lohnt sich: Bereits 15 Prozent Energieeinsparung bedeuten pro Jahr schon einige Euro mehr im Geldbeutel - und auch die Umwelt profitiert durch die Vermeidung von CO₂. Die Bewohner müssen jedoch umfassend über richtiges Verhalten informiert sein, denn nur wer seinen Verbrauch kennt, kann ihn verändern“, konstatiert Oliver Rausch, Energie- und Effizienzberater bei Techem.

Bewohner wünschen sich mehr Informationen zu richtigem Heizverhalten

Gut die Hälfte hat Interesse an grundsätzlichen Informationen zum richtigem Heizen und Lüften (47%) sowie daran, regelmäßig Einblick in die eigenen Verbräuche nehmen zu können (46%). Letzteres kann dabei helfen, sich einen besseren Überblick über den eigenen Wärmeverbrauch zu verschaffen und sein Verhalten auch kurzfristig anzupassen. Am meisten erwarten sie diese Informationen von ihrem Energieanbieter (56%), gefolgt von Stiftung Warentest oder der Verbraucherzentrale (je 51%).

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