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ZDB zur geplanten Reform der Handwerksordnung: Ignoranz der Bundesregierung nicht zu überbieten

(31.5.2003) "Der im Bundeskabinett verabschiedete Entwurf zur Reform der Handwerksordnung kann nur als Frontalangriff auf den handwerklichen Mittelstand in Deutschland gewertet werden. Die Regierung ist mit ihrer Änderung der Handwerksordnung auf einem Irrweg." Mit diesen Worten kommentierte Prof. Dr. Karl Robl, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, den Beschluss der Bundesregierung vom 28. Mai. Robl weiter: "Es klingt wie Hohn in den Ohren der betroffenen Betriebe, wenn die Bundesregierung in diesem Zusammenhang von der Zukunftssicherung für das Handwerk, von Erhalt der Qualität sowie von Bekämpfung der Schwarzarbeit spricht."

Das Gegenteil sei der Fall - so Robl:

"Die Ausbildungsbereitschaft der jetzigen Meisterbetriebe wird stark abnehmen, mit bitteren Konsequenzen für die jungen Menschen, die eine qualifizierte Ausbildung suchen. Warum sollten Unternehmer ausbilden, denen gesetzlich attestiert werden soll, dass ohnehin jeder – auch ohne Ausbildung – das eigene Handwerk ausüben und einen Betrieb führen kann. Auch die Qualität der handwerklichen Leistung wird nicht mehr in der gewohnten Weise gewährleistet sein. Genauso wenig wie eine Arzthelferin den Arzt ersetzen kann, kann ein Ungelernter den Meister ersetzen. Zu glauben man könne mit einer Reform der Handwerksordnung die ausufernde Schwarzarbeit bekämpfen, zeigt, wie wenig diese Regierung begriffen hat.

Schwarzarbeit kann nur an ihren Ursachen bekämpft werden, und das ist die hohe Steuer- und Abgabenbelastung am Standort Deutschland. Die Entscheidung der Bundesregierung können wir nur als Todesstoß für große Teile des deutschen Bauhandwerks und als Bärendienst am Verbraucher werten. Die Bundesregierung verzichtet bewusst auf handwerkliche Qualitätsleistungen, auf ein Höchstmaß an Ausbildungsbereitschaft und auf wirtschaftliche Stabilität im Mittelstand. Diese Haltung ist in an Ignoranz und Realitätsferne nicht zu überbieten."

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