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Tragfähigkeit erhöhen, Ingenieurbauwerke erhalten

(6.10.2005) Rund 2000 Autobahnbrücken sind in Deutschland akut sanierungsbedürftig, schätzt das Bundesverkehrsministerium. Sie verlieren ihre Tragfähigkeit. Um die Tragfähigkeit solcher (und anderer) Ingenieurbauwerke nachträglich zu erhöhen, bieten sich so genannte Fibre Reinforced Polymer (FRP)-Verstärkersysteme an. Einfach zu verarbeitende 3 bis 6 mm breite Lamellen und größere Sheets aus Kohlefaser von StoCretec / S&P Reinforcement können die Schub-, Zug-, Druck- und Biegezugfestigkeit tragender Bauteile deutlich über 100 Prozent verbessern. Mit einer speziellen Software (S&P Reinforcement) lassen sich die statischen Daten im Vorfeld exakt errechnen. Damit könne oft der teure Abriss und Neubau durch ein wirtschaftliches Sanierungs-Verfahren verhindert werden - so die beiden Protagonisten.

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Mit den Komponenten des Verstärkerprogramms lassen sich Stahlgussteile, Natursteinelemente sowie Ingenieurbauten aus Stahlbeton und Holz zügig und wirtschaftlich verstärken. Kernelement sind CFK-Lamellen aus zugfesten, dauerhaften und korrosionsbeständigen Kohlefasern. Sogar an schwer zugänglichen Stellen lassen sich die leichten und dünnen Bauteile einfach montieren. Sie werden mit Epoxydharzkleber (StoPox SK 41) schubfest auf das Bauteil geklebt.

An der Biegezug-Zone des Betonelements entsteht so ein elastischer Zuggurt. Ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten die Lamellen beim Einbau in Stahlbeton-Schlitze - auch hier geklebt mit Epoxydharz. Sie kommen zudem immer dann zum Einsatz, wenn konventionelle und aufwändige Verfahren wie das Verstärken mit Spritzbeton ausscheiden, wenn z. B. zuviel Gewicht auf dem Bauwerk lasten würde oder zu wenig Platz zur Verfügung steht.

Besonders für mehr Schubtragfähigkeit eignen sich die S&P C-Sheets 640. Sie kommen vor allem bei der Querkraft- und Torsionsverstärkung zum Einsatz. Als Umschnürungsbewehrung verbessern die Sheets z.B. die Verformbarkeit von Stahlbetonstützen in erdbebengefährdeten Gebieten.

Vorspannsystem

Gerade bei Betonbauten mit hohen Vorspannkräften und geringen Dehnwegen zeigen die Systeme ihre Stärke: Sie lassen sich auch gespannt verarbeiten, gleichzeitig bleibt die Relaxation (die Rückbildung in den Original-Zustand) der Kohlefasern minimal. Sorgfältiges Fixieren der sich selbst zentrierenden CFK-Lamellen sorgt dafür, dass die Zugkräfte eingeleitet werden, ohne das Fasermaterial zu schädigen.

Genau (be)rechnen

Die Bemessungs-Programme von S&P Reinforcement, Partner von StoCretec für die FRP-Systeme, sind auf die verschiedenen Einsatzgebiete abgestimmt. "S&P FRP Lamella für die Biegezugverstärkung" und "S&P FRP Colonna für die Verstärkung von Stützen" sind gegen eine Schutzgebühr von jeweils 50 Euro erhältlich bei der

Übrigens: Systeme aus FRP (Faser Reinforcement Polymer, Faser verstärkte Kunststoffe) werden aus verschiedenen Fasertypen wie Polyester, Glas, Aramid oder Carbon (>> CFK, Kohle-Faser-Kunststoffe) hergestellt.

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