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PDF zur "Entwässerung mit Druckströmung bei begrünten Dächern"

(8.5.2010) Entwässerungsanlagen mit vollgefüllt betriebenen Rohrleitungen (Druckströmung) werden für die Dachentwässerung immer beliebter. Entsprechend nimmt auch die Kombination mit Dachbegrünungen zu. Aber wie verhalten sich Dachbegrünung und Druckströmung - z.B. bei Starkregenereignissen? Die FBB hat in einer bereichsübergreifenden Projektgruppe das Thema bearbeitet und als technische Information ein "FBB-SchlagLicht" dazu veröffentlicht.


Diese FBB-Projektgruppe hat das SchlagLicht erarbeitet (v. l. n. r.): Stefan Ruttensperger (PG-Leiter), Dieter Schenk, Dr. Gunter Mann (FBB-Präsident), Thomas Hövekamp, Thomas Meyer, Prof. Gilbert Lösken, Roland Appl, Martin Henneberg (Bild vergrößern)

Bei Entwässerung mit Druckströmung ist vorrangig der in die Grünfläche hineinragende Rückstaubereich zu beachten. Vegetationstechnische Probleme können entstehen, wenn ungünstige Einflüsse von Dachgeometrie und stark abflussverzögernde Gründachaufbauten hinzukommen. Dann ist in den betroffenen Bereichen von Vernässungen auszugehen. Die Auswirkungen auf Extensivbegrünungen sind ähnlich wie bei Dächern ohne Gefälle. In Einzelfällen wurde das Aufschwemmen von leichten Substratbestandteilen beobachtet und Vegetationsumbildungen können zu einem erhöhten Pflegeaufwand führen.

Zur Vermeidung der genannten negativen vegetationstechnischen Aspekte und um die volle Funktionsfähigkeit der Entwässerung mit Druckströmung sicherzustellen, spricht die Projektgruppe der FBB u.a. folgende Empfehlungen für Planung und Ausführung aus:

  • Bei der Dachentwässerung sind für eine gleichmäßige Füllung des Systems Teilflächen mit identischem Abflussverhalten erforderlich, d.h. nicht möglich sind z. B. Kombinationen von Kies- und Grünflächen
  • Neben der maximal anschließbaren Fläche sind auch die Mindestanforderungen der Druckströmungsgullys beachten.
  • Bei zu geringen Abflussmengen Umstellung auf Freispiegelentwässerung.
  • Um die hohe Leistungsfähigkeit der Druckströmungsgullys nicht zu begrenzen, darf im Nahbereich der Abläufe der Abfluss nicht behindert werden. Kontrollschächte sind ausreichend zu dimensionieren und bei mehrschichtiger Bauweise oberhalb der Flächendränage anzuordnen.
  • Im Nahbereich der Abläufe sind abflussbeschleunigende Maßnahmen erforderlich. So können beispielsweise ein Feld von zwei mal zwei Metern um den Ablauf frei gehalten bzw. Dränelemente oder Dränprofile ausreichender Leistungsfähigkeit eingesetzt werden.

Das FBB-SchlagLicht4 mit allen Empfehlungen und weitere Informationen zur Dachbegrünung ist als PDF-Dokument verfügbar.

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