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Aufstockungen und Dachausbauten im Ein- und Zweifamilienhausbau

(15.7.2011) Durch Aufstockungen und Dachausbauten lassen sich Gebäude um zeitgemäß ausgestattete Wohnflächen ergänzen und/oder um komplett neue Wohnungen erweitern. In unseren Städten ermöglicht diese vertikale Nachverdichtung eine ökonomische Nutzung vorhandener Flächenressourcen und Infrastrukturen bei gleichzeitiger Schonung von unbebauten Bodenflächen.

Die Gründe für die Erweiterung des Wohnraumes nach oben sind vielfältig: Ein Haus platzt aus allen Nähten, weil eine Familie mehr Nutzfläche benötigt - sei es wegen zunehmenden Platzbedarfes heranwachsender Kinder oder weil durch berufliche Umorientierung Büroraum gebraucht wird. Vielleicht teilt sich aber auch eine Familie in Alt und Jung und möchte im Haus getrennte Wohnungen für zwei Generationen schaffen. Oder man erwägt, durch die Vermietung einer zusätzlich geschaffenen Wohnung die Altersvorsorge „aufzustocken“ - schon die Begrifflichkeit deutet auf den Wunsch nach einem Mehrwert für die Bestandsimmobilie hin. Und der kann bei einer sach- und fachgerechten Konzeption auch erwartet werden.

Vielfach stellt sich die Frage nach einer baulichen Erweiterung, wenn am Haus eine größere Sanierung oder Modernisierung ansteht - ganz konkret z.B. dann, wenn für die energetische Ertüchtigung, sprich Dämmung des Dachgeschosses, umfangreiche konstruktive Maßnahmen erforderlich werden. Man darf indes davon ausgehen, dass beim Bau der alten Gebäude niemand mit einer späteren Aufstockung gerechnet hat. Weil Bauen schon immer eine teure Angelegenheit war, folgte man im Allgemeinen dem ökonomischen Prinzip der Sparsamkeit im Materialeinsatz. Mit einer eher ausgereizten Statik kann die Bausubstanz allerdings nur begrenzt zusätzliche Lasten aus einem weiteren Stockwerk aufnehmen. In der Regel gehen deshalb beim Thema Aufstockung die baukonstruktiv-technischen Überlegungen sehr schnell in Richtung Leichtbau. Von da ist es nur noch ein kleiner Schritt zur industriellen Vorfertigung des gesamten Neubauvolumens - und dann ist der Holzbau mit seiner inzwischen langen Fertigbau-Tradition schnell erste Wahl.

Vorfertigung ist Trumpf

Vorgefertigte Holzhäuser - und Aufstockungen sind nichts anderes - genießen bei Bauherren und Investoren große Akzeptanz. Nicht nur wegen der substanziell hohen Qualität, sondern zugleich wegen der verbindlichen Rahmenbedingungen. Neben ihren geringen Lasten bietet zum Beispiel die Holzrahmen-Fertigbauweise den Vorteil, dass komplette Gebäude in relativ kurzer Zeit, mit wenig Baulärm, Schmutz und Staub sowie mit minimiertem Organisationsaufwand an der Baustelle realisiert werden können. Dazu - was bei Massivbauweisen kaum funktioniert: Die Bewohner des Hauses können während der Bauarbeiten mit nur geringen Einschränkungen in ihrer gewohnten Umgebung weiter wohnen. In innerstädtischen Bereichen reduziert sich beim Fertigbau überdies die Zeit für Gerüststellung und Baustelleinrichtung auf wenige Wochen. Das schont einerseits der Investoren Geldbeutel - auch in Bezug auf kommunale Gebühren. Andererseits sind benötigte Flächen auf Gehwegen, Parkplätzen und Straßen schnell wieder frei.

Konkret: Zwei neue Geschosse in Südtirol

Für die Familie Warasin im Südtiroler Weindorf Girlan, nahe Bozen, stellte sich nach dem Entschluss zur Aufstockung nur die Frage nach konventionell handwerklicher Fertigung oder Fertigbau. Dass die beiden neuen Geschosse über dem Althaus als Holzkonstruktion ausgeführt werden sollten, ergab sich schon aus dem Wunsch nach einer behaglichen Wohnatmosphäre nach einem natürlichen nachhaltigen Baustoff. Dazu wollte man konstruktiv unabhängig sein bei einem sehr luftig und transparent geplanten „Darüber“ vom doch sehr altbackenen und nicht einmal regionaltypischen Lochfassaden-Massivbau „darunter“.

Großzügiges Wohnen schwebte der Tochter für ihr eigenes neues Domizil vor - eine in funktionale Zonen aufgeteilte Raumfolge im ersten Geschoss und eine mit dem Wohnraum verbundene loftartige Galerieebene im Dachgeschoss. Von hier aus gelangt man auf eine rund 40 Quadratmeter große Terrasse und befindet sich im Freien weitgehend über den Dächern des Dorfes mit reizvollen Blickbeziehungen ins Tal und auf die umgebenden Berge.

Diese Ausblicke hat der Architekt auch in den Wohnräumen mit einer Rundumsicht aus großflächigen Fenstern thematisiert. Er war es dann auch, der den Kontakt der Bauherrschaft mit Rubner Klimahaus herstellte – wohl wissend, dass er bei diesem traditionsreichen Unternehmen seiner Entwurfsfeder freien Lauf lassen konnte. Rubner baut in Italien seit Jahrzehnten schlüsselfertige individuelle Holzhäuser: Der Architekt plant völlig unabhängig und kann im Einvernehmen mit seinem Auftraggeber sicher sein, dass sein Entwurf in qualitativ hochwertiger Ausführung und zeitlich auf den Punkt genau gefertigt und mit einem handwerklich erfahrenen Team montiert wird.

nach "KlimaHaus"-Art

Dieses Prinzip gilt für Ein- und Zweifamilienhäuser ebenso, wie für Sonderbauten, wie zum Beispiel Aufstockungen oder ergänzende Erweiterungsgebäude. Seit 2007 ist das in Kiens (Südtirol) ansässige Unternehmen für die Herstellung von Gebäuden mit dem Label „KlimaHaus“ zertifiziert. Dieses Gütesiegel wird von der Zertifizierungsorganisation KlimaHausAgentur nur an Betriebe verliehen, die neben ihrer Kernkompetenz auch ein weitsichtiges Umwelt-Engagement in Form von energieeffizientem und nachhaltigem Bauen beweisen und ihre Kunden in diesen Aspekten kompetent beraten. Der normierte Energiebedarf eines KlimaHauses wird über ein differenziertes Berechnungssystem bestimmt. Es gibt unterschiedliche Effizienzklassen, deren Heizenergiebedarf sich von maximal 50 bis unterhalb 10 kWh/m²a definiert. Die Top-Auszeichnung "KlimaHaus Nature" erhalten Gebäude, die überwiegend erneuerbare Energieträger nutzen und dazu besondere Kriterien hinsichtlich der Umweltschonung und Wohngesundheit erfüllen.

Bauherren steht also die Entscheidung offen, eine KlimaHaus-Kategorie auszuwählen - unabhängig von den drei zur Auswahl stehenden Konstruktionsarten, die sich variabel mit unterschiedlicher Zusatzdämmung ausstatten lassen. Da sind einmal die beiden Massivhausbau-Systeme „Blockhaus“ und „Casablanca“. Den leichten und zugleich sehr stabilen Holzriegelbau repräsentiert das variierbare System „Residenz“. Und das innovative System Soligno steht für einen massiven Holzhausbau ohne jegliche Metall- oder Klebeverbindungen und mit frei gestaltbarer Sichtseite der bis 400 mm dicken Holzwände.

Ergänzt wird die Angebotsbreite von Rubner Klimahaus durch die Kooperation mit den auf Holzkonstruktionen spezialisierten Ingenieuren von Rubner Holzbau. Über den Firmenverbund Rubner Objektbau werden auch kommunale und gewerblich-industrielle Objekte vom Verwaltungsbau bis hin zur komplexen Hotelanlage als Komplettangebote zu Fixpreisen realisiert. In dieser Profi-Ebene erfolgt aktuell auch die Erschließung des deutschen Marktes. Für diesen Zweck führt das Unternehmen eine fachspezifisch ausgerichtete Kommunikation mit Architekten, Fachplanern und Holzbau-Spezialisten. Die Abstimmung auf energetische Anforderungsprofile und Standards von EnEV, KfW und Dena kann sowohl auf der planerisch-konzeptionellen Ebene erfolgen, als auch im Zuge der praktischen Ausführung.

In vier Wochen zum neuen Heim

Beim Objekt Warasin kam für die Außenwand die mit Holzweichfaser gedämmte Holzrahmenbauweise zur Ausführung - dämmtechnisch ergänzt durch eine Zusatz-Außendämmung aus 80 mm dicken Korkplatten Die Riegel-Elemente sind beidseitig mit Fermacell-Platten ausgesteift und für die Feuchtigkeitsregulierung innenseitig zusätzlich mit einer Gipsbauplatte beplankt. Den Witterungsschutz übernimmt eine naturbelassene Rhombus-Holzschalung, die mit feiner Zeichnung die Aufstockung von dem - in der Fassade sanierten - alten Gebäude optisch trennt. Mit einer jetzt vertikalen Ausrichtung, schlankeren Proportionen, dem weit ausladenden Dach und den metallisch geprägten neuen Balkonen erhält das erweiterte Haus nicht nur ein zeitgemäßes Facelifting. Seine Anmutung fügt sich auch harmonischer in die regionaltypische Architektur, wodurch eine zusätzliche Höherwertigkeit der Immobilie und überdies eine berechtigte Dominanz gegenüber den Nachbarbauten entsteht.

Die Ausstattung der Wohnräume mit den Materialien Holz, Naturstein und Keramik folgt der puristischen Gestaltungslinie. In weiß gehaltene Wandoberflächen sorgen in Verbindung mit den großen Glasflächen für eine freundlich helle Wohnatmosphäre, die ein bewusstes Wahrnehmen des offenen Raumvolumens fördert. Die sehr gut gedämmte Gebäudehülle – Außenwand 0,17 W/m²K, Dach 0,21 W/m²K, Fenster mit Dreifachverglasung 0,6 W/m²K - hält die mittels Fußbodenheizung übertragene Raumwärme im Haus. Von dieser Energieeffizienz profitiert auch der mit neuen Fenstern ausgestattete und mit einem WDVS gedämmte Altbau. Seine Bewohner schätzen die erhebliche Verbesserung der Wohnqualität durch stabile Temperaturen im Haus. Haustechnisch musste bei dem Gesamtvorhaben nur wenig geändert und ergänzt werden. Für die zusätzlichen Bäder war eine Erweiterung der Warmwasser-Speicherkapazität erforderlich – eine überschaubare Investition.

In Verbindung mit dem Festpreis von rund 220.000 Euro für das fertig ausgestattete Aufstockungsgebäude konnte eine solide Finanzierung festgeschrieben werden. Die anfängliche Sorge der Bewohner, während der Bauzeit großen Einschränkungen zu unterliegen, schlug dem Vernehmen nach in freudige Begeisterung um: Trotz kleiner Beeinträchtigungen war es ein spannendes tägliches Erlebnis, wie sich ihr unscheinbares Haus dank der großräumigen Aufstockung innerhalb von lediglich vier Wochen in ein architektonisch hoch geschätztes „Raumwunder mit Rundumblick“ wandelte.

Weitere Informationen zu Aufstockungen und Dachausbauten können per E-Mail an Rubner angefordert werden.

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