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Vom Energiefresser zum Vorzeigeobjekt mit Flächenheizung, Wärmepumpe und Dämmung

(31.8.2012) Das Einfamilienhaus im Grünen steht nach wie vor bei vielen Familien auf der Wunschliste. Damit der Traum vom Eigenheim nicht zum Alptraum wird, muss jedoch vor allem eines stimmen: die Energieeffizienz der Immobilie. Denn angesichts weiter steigender Energiepreise lohnt sich die Investition vor allem dann, wenn die eigenen Energiekosten langfristig niedrig bleiben. Eine (relativ teure) Möglichkeit be­steht darin, ein bereits saniertes Haus zu kaufen. Die andere Option heißt, die Immo­bilie selbst zu renovieren. Für letzteres entschied sich auch der Bauherr Andreas La­dach, der in Wuppertal ein Einfamilienhaus aus den 1960er Jahren erworben hat und im Sommer 2012 von Grund auf energetisch sanieren ließ.

Kernstück der Umbaumaßnahmen auf den rund 185 Quadratmetern Nutzfläche war die Heizungsanlage inklusive Wärmeverteilung. Anstelle der alten Ölheizung ließ der Bau­herr eine Luft-Wärmepumpe einbauen, die als energieeffizientes Niedertemperatur­system ideal mit der neuen Flächenheizung harmoniert - in diesem konkreten Falle einer cuprotherm-Fußbodenheizung und cupronova-Wandheizung der Wieland-Werke. Um die wertvolle Heizenergie im Haus zu halten, wurde nach und nach die Gebäude­hülle gedämmt, und die in die Jahre gekommenen Fenster wurden durch neue Modelle mit  Dreifach-Verglasung ersetzt.

Der wichtigste Aspekt vor Beginn der Sanierung war die Frage nach der künftigen Energieversorgung, denn die alte Schwer­kraft-Ölheizung bot keine wirtschaftliche Grundlage mehr für die Wärmeversorgung. „Dadurch dass in der Straße auch keine Gasleitung liegt, gab es nicht so viele Alternativen“, erläutert der Bauherr Andreas Ladach die Ausgangslage. „Insofern fiel uns die Entscheidung für die Luft-Wärmepumpe mit Solar-Unterstützung nicht schwer“. Als energieeffiziente Ergänzung für die Rotex-Wärmepumpe mit 16 kW Leistung eignet sich aufgrund der geringen Vorlauftemperaturen besonders eine Flächenheizung - siehe auch Baulinks-Beitrag "Stiftung Warentest: Optimale Energiebilanz bei Wärmepumpen nur mit Flächenheizungen" vom 27.9.2007.

Während im Erdgeschoss und Obergeschoss Fußbodenheizungen installiert wurden, kam im Dachgeschoss eine Wandheizung mit cupronova-Unterwandheizkörpern zum Einsatz. Das Flächenheizsystem temperiert die 185 Quadratmeter Nutzfläche mit insgesamt 1.700 Metern Rohrlänge und hat eine Heizleistung von rund 13.000 Watt. Durch die reversible Wärmepumpe ist im Sommer zudem eine Grundkühlung der Räume möglich.

cuprotherm-Varianten speziell für Bauen im Bestand

„Gerade beim Bauen im Bestand setzt die vorhandene Bausubstanz dem Planer oft enge Grenzen, vor allem was die Aufbauhöhe betrifft“, erklärt der für das Projekt zuständige Wieland-Berater Ulrich Busowitz.

„Die neue Dünnschicht-Variante cuprotherm EKO.Boden, die bei diesem Bauvorhaben zur Anwendung kam, wurde vor allem für solche Sanierungsprojekte entwickelt.“ Der Fußboden kommt bei klassischem Aufbau - kombiniert mit einer Noppenplatte - mit einer im Vergleich sehr geringen Estrichdicke von 34 bis 40 Millimetern aus. Damit eignet sich die Lösung gerade für Altbauten, bei denen die Fußbodenhöhe oft einen kritischen Wert darstellt - siehe auch Baulinks-Beitrag "Mini, Eko, Sport: Cuprotherm-Flächenheizung in neuen Varianten" vom 5.4.2011.

„Zum Zeitpunkt der Planung waren die alten Estrichschichten bereits entfernt. Wenn der Original-Estrich noch vorhanden gewesen wäre, hätte der Heizungsbauer die cuprotherm-MINI-Variante mit Null Aufbauhöhe installieren können“, berichtet Ulrich Busowitz. Bei dieser Fußbodenheizungsvariante werden zunächst Rillen in den Altestrich gefräst und die Heizungsrohre in die Rillen eingelegt. Somit muss keine zusätzliche Estrich­schicht aufgebracht werden und die ursprüngliche Fußboden­höhe bleibt bestehen - siehe auch Baulinks-Beitrag "Nachträg­licher Einbau einer Fußbodenheizung mit cuprotherm MINI" vom 11.9.2011.

Dünnschicht-Technologie ermöglicht das Erhalten der Treppenaufgänge

Im Erdgeschoss brachte die Solinger Heizungsbaufirma Hahn GmbH zunächst eine PU-Dämmung auf - ergänzend zum Nie­dertemperatur-System eine weitere Energiespar-Maßnahme. Zusätzlich wurde eine Feuchtigkeitssperre eingebaut. Auf dieser Basis wurde das cuprotherm EKO System mit Noppen­platte, ummantelten Kupferrohren, einem Dünnschicht-Estrich sowie dem Bodenbelag installiert. „Sowohl die Installation der Wärmedämmung im EG als auch der Trittschalldämmung im OG waren nur durch die geringe Aufbauhöhe des EKO.Boden-Sys­tems möglich“, betont Ulrich Busowitz von der Wieland-Werke AG. „So konnten die Treppenanlagen in beiden Stockwerken erhalten werden.“

Wandheizung im DG: Gedämmtes Dach optimiert die Wärmeübertragung

Im Dachgeschoss ließ die verfügbare Fußbodenhöhe keine Bodeninstallation zu, so dass eine Alternative erforderlich war. Und so entschied man sich für die cupronova-Wandheizung mit vormontierten Unterwandheizkörpern. Sie ist im Neu- und Altbau installierbar, basiert wie die cuprotherm-Fußbodenvariante auf dem flexiblen cupro­therm CTX Kupferrohr und kann über denselben Heizkreisverteiler angesteuert wer­den - siehe auch Beitrag "Neues, leicht montierbares Wandheizelement von Wieland" vom 29.4.2009.

Für die Montage auf Massivwänden bzw. Dachschrägen wie beim Ladach-Objekt ist ein variabel ausziehbarer Befestigungssatz verfügbar. Dieser verspricht nicht nur einen schnellen Einbau, sondern auch, dass sich die Unterwandheizkörper ungehindert der Länge nach ausdehnen können.

Beim Bauvorhaben in Wuppertal wurden damit die insgesamt 20 cupronova-Heizelemente zwischen die Sparren eingebaut. Zu­vor hatte der Bauherr Andreas Ladach das Dach komplett er­neuern lassen, inklusive zwei Lagen PU-Dämmung. Die beiden Kinderzimmer und der Flurbereich im Dachgeschoss mit einer Gesamtfläche von rund 40 Quadratmetern werden mit einer Heizleistung von insgesamt 2.025 Watt temperiert.

Hoher Wärmekomfort durch Strahlungswärme

Das Flächenheizsystem kommt mit insgesamt drei Heizkreis­verteilern aus und versorgt in Summe 29 Heizkreise mit Wär­meenergie. Bedingt durch die Art der Wärmeverteilung lässt das Fußboden- und Wandheizsystem einen sehr hohen Wärme­komfort erwarten. Letzterer hängt mit dem menschlichen Wärmeempfinden generell zusammen: Strahlungswärme wird angenehmer empfunden als konventionelle Konvek­tionswärme. Dies liegt daran, dass Flächenheizungen eine gleichmäßige Strahlungs­hülle ausbilden und die Personen im Raum dadurch von allen Seiten mit Wärme ver­sorgt werden.

Weitere Informationen zur cuprotherm-Fußbodenheizung und zur cupronova-Wandheizung bzw. zu Wärmepumpen können per E-Mail an Wieland bzw. per E-Mail an Rotex angefordert werden.

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