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Nachfrage nach thermischen Solarkollektoren erodiert in Österreich ungebremst

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(20.11.2016) Die Markterosion bei Solarthermie-Kollektoren ist in Österreich offenbar nicht zu stoppen: 2016 schrumpfen die Herstellerumsätze voraussichtlich um mehr als neun Prozent gegenüber dem Vorjahr - zu dieser Einschätzung kommt der Branchenradar „Thermische Solarkollektoren“ in Österreich 2016.

Mit Beginn des Booms bei der Photovoltaik vor nunmehr sieben Jahren schlitterte der Markt für thermische Solarkollektoren in eine veritable Krise, in deren Folge sich die Nachfrage bis heute mehr als halbierte. Und ein Ende der Talfahrt ist nicht absehbar. 2016 schrumpfen die Herstellerumsätze in diesem Bereich bei leicht sinkendem Durchschnittspreis (-2,5% gegenüber 2015) voraussichtlich um mehr als 9% auf nunmehr nur noch 18,5 Mio. Euro. Im Jahr 2013 waren es noch gut 28 Mio. Euro, 2009 sogar 61 Mio. Euro.

thermische Solarkollektoren 2013 2014 2015 2016e
Herstellerumsatz in Mio. Euro 28,1 23,6 20,4 18,5

Kannibalisierung auf dem Dach

Verantwortlich für den starken Rückgang bleibt im Wesentlichen die Kannibalisierung durch Photovoltaik. Beim Kampf um den Platz auf dem Dach zieht die Solarthermie eindeutig den Kürzeren. Photovoltaik hat für viele gegenüber der Solarthermie einfach den größeren Nutzwert. Zudem sind Siliziumzellen in der öffentlichen Meinung zweifelsohne „sexyer“ als die „schwarzen Matten“ der Solarthermie. Dies gilt insbesondere für private Bauherren.

Die Hersteller konzentrieren sich daher verstärkt auf den Objektwohnbau, wo sich auch nachweislich Erfolge einstellen. Nichtsdestotrotz können die Zuwächse ebendort (2016: +9,1% gegenüber dem Vorjahr) die Rückgänge bei Ein- und Zweifamilienhäusern (-19,0%) und im Nicht-Wohnbau (-3,5%) nicht einmal annähernd kompensieren.

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