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Neues Online-Tool von Kampmann zur Rohrnetzberechnung für kleinere Kühlsysteme

(13.1.2022) Für Heizungsbauer, die mitunter auch im Kaltwasserbereich unterwegs sind oder in diesem Bereich einen vereinfachten Einstieg suchen, gibt es jetzt ein vergleichsweise leicht zu nutzendes Tool, mit dem eine überschlägige Rohrnetzberechnung für kleinere Kühlsysteme durchgeführt werden kann:


kampmann.de/rohrnetz

Das von Kampmann entwickelte Tool ermöglicht durch das hinterlegte Berechnungsverfahren eine zügige Rohrnetzauslegung für den Einbau von Produkten, die neben kühlen auch heizen können. Anders als bei reinen Heizsystemen, die nur mit Warmwasser betrieben werden, fließt bei diesen Produkten auch Kaltwasser durch das Rohrnetz. Für eine leistungsoptimierte Auslegung des Netzes ist das unterschiedliche Verhalten von Kaltwasser und Warmwasser daher zu berücksichtigen. Hinzu kommen systembedingte Auslegungen wie z.B. die Trennung des Wasserkreislaufes zwischen Innen- und Außengerät. Von Bedeutung ist auch das Leitungsmaterial, das Auswirkungen auf den Rohrreibungskoeffizienten und damit auf die Leistung des Systems hat.

Das neue Berechnungstool ermöglicht Fachhandwerkern in wenigen Schritten einen Überblick über das erforderliche Material für die Rohrnetzinstallation. Sie geben dafür entsprechende Parameter ein, die für die Berechnung erforderlich sind. So legen Heizungsbauer etwa das Rohrleitungsmaterial fest. Sie können die einzusetzenden Geräte benennen, sie den entsprechenden Räumen zuordnen und die internen Gerätedaten wie Leistung, Druckverlust oder Wasserdurchlauf eingeben. Auch für geplante Absperrventile kann der Druckverlust eingegeben werden. Das Tool ermöglicht es auch, Geräte zu duplizieren, wenn identische Geräte in verschiedenen Räumen oder Etagen eingesetzt werden sollen. Es lässt sich auch eine komplette Etage duplizieren. Am Ende der Eingaben erhalten Heizungsbauer ein visuelles Schema ihrer Anlage.

Über das Schema lassen sich durch entsprechendes Anklicken der Geräte die Rohrleitungen definieren, wobei automatisch die Vor- und Rücklaufleitung definiert wird, da die gleiche Menge Wasser durch die Leitungen läuft. Die Heizungsbauer legen die Leitungsgröße fest, z.B. DN15 und geben die Länge der Leitungen an. Durch weiteres Anklicken erhalten sie dann die Übertragungsleistung der Leitungen, die Wassermenge pro Stunde und damit die Fließgeschwindigkeit des Wassers, woraus sich der Druckverlust in den Leitungen ermitteln lässt. Ebenso lässt sich die Sammelleitung definieren. Legen die Heizungsbauer dafür eine zu kleine Rohrdimension fest, erhalten sie eine Warnung, verbunden mit der Aufforderung, den Rohrdurchmesser zu erhöhen.

Ist das Rohrnetz erstellt und richtig dimensioniert, werden in einer Tabelle die Berechnungsergebnisse für die verschiedenen Leistungen, z.B. aller Endgeräte, angegeben. Die Heizungsbauer können dann aus dem Kampmann-Programm entsprechende Geräte, die diese Leistungen bieten, auswählen. In der Tabelle angegeben ist auch der gesamte Druckverlust des Systems, der entscheidend ist für die Auslegung der Pumpe, die das Wasser in den Rohrleitungen umwälzen muss.

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