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Der ZDB setzt mit der Wahl einer gesamtdeutschen Tarifverhandlungskommission ein Zeichen

(2.2.2002) Für die Tarifrunde 2002 hat der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) eine gesamtdeutsche Verhandlungskommission gewählt, in der vier Bauunternehmer aus den alten und vier Bauunternehmer aus den neuen Bundesländern vertreten sind. Diese Entscheidung ist im Sozial- und tarifpolitischen Ausschuss des ZDB einstimmig getroffen worden.

Im Anschluss an diese Wahl der Verhandlungskommission erklärte der Präsident des Sächsischen Baugewerbeverbandes, Dipl.-Ing. Knut Nitzsche, in Berlin: "Mit dieser Entscheidung haben wir ein Zeichen gesetzt. Die in West- und Ostdeutschland gleichermaßen schlechte bauwirtschaftliche Situation erfordert für alle Baubetriebe - unabhängig von ihrem Betriebssitz - gemeinsame tarifpolitische Lösungen für unseren Wirtschaftszweig, die wir der Gewerkschaft in der bevorstehenden Tarifrunde 2002 abverlangen müssen. Dazu gehören eine neue Lohnstruktur, größere Gestaltungsspielräume und Flexibilität der Betriebe und grundlegende tarifliche Strukturveränderungen, insbesondere in den Rahmentarifverträgen für das Baugewerbe. In diesen Verhandlungszielen besteht zwischen den Baubetrieben in den einzelnen Regionen Deutschlands nicht der geringste Unterschied."

Der Einführung eines einheitlichen Lohntarifvertrages und eines einheitlichen Mindestlohnes erteilte Herr Nitzsche eine klare Absage. "Wer solche Forderungen erhebt, verschließt die Augen vor den wirklichen Verhältnissen in den neuen Bundesländern. Schon durch die heutige Mindestlohnregelung sind die Baubetriebe in den neuen Bundesländern gegenüber den Betrieben des Bauneben- und des Ausbaugewerbes im Wettbewerb benachteiligt, in denen es keinen Mindestlohn gibt." Auch über diese Wettbewerbsverzerrungen, so Nitzsche, müsse in der diesjährigen Tarifrunde ernsthaft gesprochen werden, bevor über eine Verlängerung der bis Ende August 2002 befristeten Mindestlohnregelung im Baugewerbe gesprochen werden könne.

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