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Technische Universität Darmstadt baut neuen Schallmessraum mit Porenbeton

(27.10.2002) Das "Institut für Mechatronic & Maschinenakustik" der Technischen Universität in Darmstadt baut einen neuen Schallmessraum. Wegen der guten Schalldämmung und des hohen Schall-Absorptionsvermögens wurde Porenbeton als Baustoff gewählt.

Um zuverlässige Luftschallmessungen unter ungestörten bzw. bekannten und reproduzierbaren Umgebungsbedingungen durchführen zu können, benötigt das Akustikinstitut der TU Darmstadt einen neuen Schallmessraum. Geplant ist der Bau eines Semianechoic-Room, der mit einer Größe von 6,15(L) x 5(B) x 4,65(H) m² auch die Luftschallmessung von größeren technischen Schallquellen, wie beispielsweise von Motoren, Getrieben oder Hydroaggregaten, ermöglicht. Zusätzlich wird eine kleine Ecke des Raumes durch eine Zwischenmauer, die mit einer 1 m x 1,5 m² großen Öffnung versehen ist, abgetrennt, um auch die Messung von Schalldurchgängen unterschiedlicher Materialien durchführen zu können.

Die Raumkonstruktion besteht aus einem tragenden Stahlgerüst mit 160er U- und I-Profilen, die anschließend mit 15 cm dicken YTONG-Planblöcken in einer Dichte von 650 kg/m³ ausgefacht wird. Abschließend sollen Innenwände und Decke der Konstruktion mit einem ca. 40 cm dicken schallabsorbierenden Belag aus Stein- bzw. Glaswolle ausgekleidet werden. Der Boden bleibt schallhart. Insgesamt beträgt die auszumauernde Wandfläche 110 m².

"Durch den Einsatz von Porenbeton," so Dr.-Ing. Rainer Storm, Akademischer Direktor und Leiter der AG Maschinenakustik, "wollen wir gezielt die akustischen Eigenschaften des Baustoffs Porenbeton wie gute Schalldämmung und höheres Absorptionsvermögen nutzen."

Mit dem Bau des Akustikraumes greift die Arbeitsgruppe "Maschinenakustik" im Akustikinstitut der Technischen Universität Darmstadt zur Selbsthilfe. Mitarbeiter und Studenten des Instituts sahen sich zu diesem Schritt gezwungen, weil einerseits die vorhandene Ausstattung des Institutes nicht mehr den ständig steigenden Anforderungen entsprach, andererseits jedoch die Neueinrichtung eines Schallmessraumes auf Grund der knappen Forschungsmittel nicht finanzierbar war. Eine Bearbeitung von Industrieforschungsaufgaben, die Durchführung von maschinenakustischen Messpraktika und die Anfertigung von entsprechend ausgerichteten Diplomarbeiten war so kaum möglich.

Mit dem neuen Akustikraum können jetzt wieder anspruchsvolle Industrieforschungsaufgaben übernommen werden. Aber auch die im Lehrbetrieb notwendigen maschinenakustischen Messpraktika und entsprechende Diplomarbeiten des Akustik-Institutes sind durch eine Eigeninitiative von Lehrkörper und Studenten wieder möglich.

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