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Baugewerbe: Kaum Aufhellungen gegenüber dem Vormonat

(12.8.2003) Die Geschäftslage wird weiterhin überwiegend als unbefriedigend beurteilt. Meldungen über Verbesserungen gegenüber dem Vormonat kommen vereinzelt für den Wohnungsbau in den alten und neuen Bundesländern, für den gewerblichen Bau aus den neuen Bundesländern. Das ergibt die monatliche Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben für den Monat Juni 2003.

Die zurückhaltende Beurteilung der Situation resultiert aus einer nicht anziehenden Nachfrage. Diese ist gegenüber dem Vormonat insgesamt unverändert niedrig. Im sonstigen Tiefbau in den alten Bundesländern wird über eine rückläufige Nachfrage berichtet.

Die Bautätigkeit ist im Trend unverändert, vereinzelte Meldungen zu saisonüblichen Steigerungen halten sich mit Meldungen über einen Rückgang die Waage.

Die Auftragsbestände verharren auf niedrigem Niveau und werden insgesamt als zu klein charakterisiert. Die Reichweiten haben sich teilweise erhöht.

Für die alten Bundesländer betragen sie:

  • für den Hochbau 1,9 Monate (Vormonat 1,7)
  • im Tiefbau (ohne Straßenbau) unverändert 1,9 Monate
  • im Straßenbau unverändert 1,8 Monate.

In den neuen Bundesländern entwickelten sich die Produktionsreichweiten:

  • für den Hochbau auf 1,5 Monate (Vormonat 1,3)
  • im Tiefbau (ohne Straßenbau) auf 1,3 Monate (Vormonat 1,4)
  • im Straßenbau auf 1,3 Monate (Vormonat 1,2)

Die Baupreise verharren insgesamt unverändert auf ihrem unbefriedigenden Niveau. Meldungen über weitere Rückgänge dominieren gegenüber vereinzelten Meldungen von Tiefbauunternehmen über steigende Preise.

Die Geräteauslastung ist in den alten Bundesländern auf Vormonatsniveau. Sie liegt für den Hochbau bei 56% und für den Tiefbau bei 53%. Besonders für den Tiefbau sind dabei starke regionale Unterschiede festzustellen.
Für die neuen Bundesländer ist eine leichte Erhöhung zu verzeichnen. Hier stieg die Geräteauslastung für den Hoch- und den Tiefbau auf jeweils 50%.

Behindernd für die Bautätigkeit wirken sich nach wie vor Zahlungsverzögerungen der Auftraggeber aus. Aus den alten Ländern wird auch über Facharbeitermangel berichtet. Aus den neuen Ländern wird zum Straßenbau gemeldet, dass sich die nach dem Job-Aqtiv-Gesetz bestehende Möglichkeit der Bezuschussung von Gemeinden für Infrastrukturmaßnahmen bei Einsatz von Arbeitslosen negativ auf den Bestand der Stammbelegschaften der Unternehmen auswirkt.

Die Bauunternehmen erwarten kurzfristig keine Veränderungen bei der Auftrags- und Preisentwicklung. In den alten Bundesländern wird die Entwicklung skeptischer beurteilt als in den neuen Ländern.

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