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Der Energiepass kommt und wird auch bei Altbauten Pflicht

(23.4.2004) Käufer oder Mieter erfahren oft wenig über den Energiebedarf, wenn sie eine Immobilie beziehen. Ab Januar 2006 sollen sie klarer sehen können, denn dann gilt die neue EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden auch in Deutschland. Bei jedem Nutzerwechsel einer Wohnung oder eines Gebäudes muss dann ein Zertifikat über den Energiebedarf vorliegen. "Dieser Energiepass informiert Verbraucher objektiv. Jeder Interessent kann den Energiebedarf von Häusern bundesweit vergleichen", betont Günther Volz, Vorstandsvorsitzender der Bundesinitiative "jetzt!". Gleichzeitig zeigt das Zertifikat Einsparpotenzial auf.

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Noch immer wird in Deutschland ein Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs für Raumheizung und Warmwasser aufgewendet. Verlässliche Informationen über den Energiebedarf einer Immobilie oder eines Mietobjekts sind jedoch bei Einzug meist nicht erhältlich. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) führt deshalb zur Zeit einen Feldversuch für einen bundeseinheitlichen Gebäude-Energiepass durch. Und das sind die Ziele:

  • Mieter und Verbraucher können einfach ablesen, ob sie mit eher "hohen" oder "niedrigen" Energiekosten rechnen müssen. Der Energiepass ermöglicht den Vergleich verschiedener Objekte und wird so maßgebliches Argument bei der Wohnungs- oder Hauswahl.
  • Eigentümern zeigen die in den Energiepass integrierten "Modernisierungs-Tipps", mit welchen Sanierungsmaßnahmen die beste Energieklasse erreicht werden kann. Darüber hinaus erhalten sie einen Marktvorteil: Bei steigenden Nebenkosten wird "Energieeffizienz" zum Qualitätsmerkmal. Der Wert der Immobilie steigt.
  • Wohnungsunternehmer erhalten wertvolle Informationen für das Instandsetzen und Modernisieren sowie den Verkauf von Objekten.

Mindestens 300 Euro für Energieberatung: "Der Energiepass trägt dazu bei, den gegenwärtigen Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Das mindert den Treibhauseffekt und schützt die Umwelt", begrüßt Volz das neue Vorhaben. Energieberatung wird übrigens auch staatlich gefördert. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst eine Vor-Ort-Energieberatung mit 300 Euro bei einem Ein- bis Zweifamilienhaus.

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