Zur Erinnerung: Wärmedämmglas
Wärmedämmglas besteht aus zwei, drei oder vier hintereinander liegenden Glasscheiben; die jeweiligen Scheibenzwischenräume (SZR) können mit einem Edelgas gefüllt sein. Außerdem befinden sich ggfls. auf den Glasoberflächen im SZR dünne Edelmetallbeschichtungen, die langwellige Wärmestrahlen reflektieren können.Lag der Wärmedämmwert (Ug-Wert) von Einfachglas in den 1960er Jahren noch bei 5,8 W/m²K, so ist dieser bei Dreifach-Glas auf bis zu 0,7 W/m²K gesunken. Im Gegenzug lässt die Beschichtung kurzwellige Strahlen einer tief stehenden Sonne im Winter in den Raum (passive Solarenergie-Nutzung). Wie stark diese Fähigkeit des Glases ausgeprägt ist, bemisst sich nach dem Gesamtenergie-Durchlassgrad (g-Wert). Je höher dieser Wert ist, umso mehr Heizkosten können eingespart werden.
Eine Untersuchung des ift Rosenheim im Auftrag von Glas Trösch zeigte 2008 zudem, dass sich die Oberflächentemperaturen von Gläsern mit schlechtem U-Wert und beschichteten Gläsern mit niedrigem U-Wert vor allem in der kalten Jahreszeit enorm unterscheiden: So beträgt die Oberflächentemperatur eines unbeschichteten Zweifach-Isolierglases bei Außentemperaturen von minus 10°C und einer Raumlufttemperatur von 20°C lediglich 9,5°C. Verfügt dasselbe Glas über eine wärmedämmende Funktionsbeschichtung, steigt die Oberflächentemperatur auf deutlich behaglichere 15,9°C an. Ein beschichtetes Dreifach-Isolierglas erreicht dann noch unter den gegebenen Bedingungen einen Wert von 17,7°C.