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Heizscheibe wird zum Standard-Heizsystem in Holzfertighäusern von Talishaus

(24.3.2022) In Kooperation mit Talishaus entwickelte Schüt-Duis ein fertigungstechnisches Verfahren für die Produktion von Heizisolierglasscheiben in großem Stil. Talishaus will dann die von Schüt-Duis produzierten Vestaxx-Heizscheiben als Standard für die Beheizung seiner Holzfertighäuser anbieten.

Zum Hintergrund: Vestaxx entwickelte als Startup-Unternehmen bereits vor mehreren Jahren eine produktionstechnisch wirtschaftlich umsetzbare Technologie für die Erwärmung von Glasscheiben. Schüt-Duis war von Anfang an als projektfördender Produzent bzw. Entwicklungspartner mit dabei. Ziel dieser Kooperation war die Entwicklung einer Technologie für die serienmäßige Konfiguration von Heizscheiben, welche - in Fenster- und Türenelementen verbaut - für die Beheizung von Gebäuden genutzt werden können.

Das Potential dieser Heiztechnik überzeugte den Husumer Fertighaushersteller Talishaus. Talishaus ist spezialisiert auf Holzhäuser in Block- und Ständerbauweise und bietet diese Gebäudeheiztechnik jetzt als Standard an. Geschäftsführer Peer Gehrmann ist mehr als überrascht von der hohen Akzeptanz dieser Heiztechnik bei den Käufern. Sie zeigt jedoch, wie tief sich Bauherrn mittlerweile in technische und ökologische Themen einarbeiten, bevor sie ihre Entscheidungen treffen.

Das Konzept für die Erwärmung einer Glasscheibe ist relativ simpel: Über einen geregelten 230 V Wechselstrom wird eine auf die Glasoberfläche nanotechnisch aufgebrachte Metalloxidschicht erwärmt. Mit dieser Technik sind Flächenleistungen von bis zu 300 W/m² möglich. Die Beschichtung sitzt im Inneren der Isolierglascheibe, die Scheibe wirkt somit spannungstechnisch zugleich als Isolator und schützt vor ungewolltem Stromkontakt.

Die mit Argon gefüllten Mehrfachverglasungen sollen bei einer Lichttransmission von 70%, g-Werte von bis zu 50% sowie Ug-Werte von 0,5 W/m²K erreichen. Im Rahmen einer aktuellen Forschungsarbeit mit dem ISFH (Institut für Solarforschung Hameln), die von Talishaus in Auftrag gegeben wurde und vom Bund mit rund 700.000 Euro gefördert wird, wurde zudem der Heizscheibe ein Wirkungsgrad von 96% bestätigt - unter Berücksichtigung der Wärmeabstrahlung nach außen. Bei diesem Forschungsprojekt wurden unterschiedliche Heizsysteme miteinander verglichen. Erforscht wurden hierbei, wie gut eine Vestaxx-Heizung in Kombination mit einer dezentralen Lüftungsanlage mit integriertem Wärmetauscher die Wärmepumpentechnik ersetzen kann - ökologisch wie ökonomisch.

Hinsichtlich der Amortisierung argumentiert Talishaus mit Kosten von etwa bei 30.000 Euro für eine wasserführende Fußbodenheizung sowie eine Luft/Wasser-Wärmepumpe ohne Warmwasserbereitung. Bei Kosten von zirka 10.000 Euro für eine Infrarotheizung über Fenster von Schüt-Duis ist die Empfehlung von Talishaus deshalb klar: Heizfenster einbauen und das eingesparte Geld gleich in eine Photovoltaikanlage auf dem Dach investieren.

Weitere Informationen zu Vestaxx-Heizscheiben / -Heizfenstern können per E-Mail an Schüt-Duis bzw. per E-Mail an Talishaus angefordert werden.

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