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Verbraucherzentrale Bundesverband und Mieterbund legen Gutachten zum Energiepass vor

  • Verbraucherzentrale Bundesverband und Deutscher Mieterbund präsentieren Vorschlag für Energiepass
    vzbv Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

(16.12.2005) Einen einheitlichen, objektiven und verständlichen Energiepass zur Kennzeichnung des Energiebedarfs von Immobilien haben der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Deutsche Mieterbund (DMB) gefordert. "Die Bundesregierung muss umgehend einen Energiepass präsentieren, der es privaten Käufern und Mietern ermöglicht, den Energiebedarf einer Immobilie auf den ersten Blick zu erkennen", so Mieterbund-Direktor Dr. Franz-Georg Rips und vzbv-Vorstand Prof. Dr. Edda Müller.

Für bestehende Gebäude gibt es bislang keine generelle Pflicht zur Kennzeichnung des Energiebedarfs. Spätestens zum 4. Januar 2006 muss (besser: "müßte") jedoch die EU-Gebäuderichtlinie aus dem Jahr 2002 in nationales Recht umgesetzt sein, wonach jeder, der eine Immobilie verkauft oder vermietet, künftig einen Energiepass vorlegen muss. Deutschland wird diesen Termin in jedem Fall verfehlen. Zwar sind die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Energiepass geschaffen worden, die konkrete Umsetzung durch eine Verordnung fehlt aber bis heute. Eigentümer von Immobilien mit hohen Energiekosten fürchten mehr Transparenz, da dadurch der Verkauf oder die Vermietung beeinträchtigt wird.

Der vzbv und der DMB veröffentlichten nun ein Gutachten mit einem konkreten Vorschlag für einen informativen und verständlichen Energiepass. Dabei werden Gebäude nach dem bekannten Vorbild der Haushaltsgeräte in Effizienzklassen von A bis I eingeteilt. Gleichzeitig erhalten Nutzer Informationen zur Qualität der Gebäudedämmung und der Heizungstechnik. "Durch diesen Pass würde die Energieeffizienz eines Gebäudes vergleichbar und damit ökonomisch relevant", so die beiden Organisationen. Sie kritisierten Pläne, wonach der Energiepass lediglich eine "standardisierte Heizkostenabrechnung mit einer Sammlung allgemeiner Energiespartipps" wäre. "Wenn die Bundesregierung ihre ambitionierten Ankündigungen im Koalitionspapier zur energetischen Gebäudesanierung wirklich ernst meint, muss sie unsere Vorschläge zum Energiepass aufgreifen . Der Energiepass darf nicht zu einer Minimal-Pflichtübung verkommen." (siehe auch Beitrag "Energiepaß = Bedarfspaß oder Verbrauchspaß?" vom 4.12.2005)

"Es ist endlich an der Zeit, die Energiedaten von Immobilien für Verbraucher transparent und vergleichbar zu machen", sagte Dr. Franz-Georg Rips, Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes. Er bezeichnete die Intransparenz im Gebäude- und Wohnungsmarkt als Hindernis für sinnvolle Investitionen und Modernisierungen und daraus resultierende Wohnkostensenkungen.

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