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Desinfektion von Schwimmbadwasser - chemikalienfrei mit Ozon und UV

(30.11.2010) Chlor ist zwar ein effektiver Bakterienkiller, doch warnen Wissenschaftler schon länger vor den negativen Folgen auf die menschliche Gesundheit. Ein Forscherteam vom Center for Research in Environmental Epidemiology in Barcelona kommt aktuell gar zu dem Schluss, dass Schwimmen im gechlorten Hallen- oder Freibad das Risiko erhöhen würde, an Krebs zu erkranken. Die Forscher haben in gechlorten Pools mehr als 100 chemische Zwischenprodukte identifizieren können. "Chlor ist ein hochaktiver Mikrobenkiller und reagiert mit einer Vielzahl von organischen Substanzen. Dazu gehören auch Hautschuppen, Schweiß und Urin", erklärte der Bäderspezialist Rudolf Wagner von der Wasserwerkstatt in einem kürzlichen Interview mit der Nachrichtenagentur Pressetext und ergänzte: "Eine Alternative zu Chlor ist Ozon. Dieses Oxidationsmittel ist weit weniger stark und weniger reaktiv."

Eine Herausforderung im Schwimmbad ist also die Reduzierung von Chlor und gesundheitsgefährdenden Trihalogenmethanen (THM), die als Nebenprodukte bei der Badewasserdesinfektion auftreten. Das Wassertechnikunternehmen Berkefeld bietet vor diesem Hintergrund mit dem Desinfektionssystem BerkeDES DUO ein neues, chemikalienfreies Wasseraufbereitungs-System an. Durch die Kombination der oxidierenden Wirkung von Ozon mit der desinfizierenden Wirkung von ultraviolettem Licht versteht sich dieses System als eine wirtschaftliche und gleichzeitig umweltverträgliche Option. Es führt zur Verringerung des gebundenen Chlors und der THM's und mindert so die negativen Chlor-Nebenwirkungen - wovon der Chlorgeruch wohl noch die harmloseste ist.

Bei dem Verfahren wird zunächst Luft mit ultraviolettem Licht der Wellenlänge 185 nm bestrahlt. Dadurch wird der in der Luft befindliche Sauerstoff in Ozon umgewandelt. Ozon führt zur Oxidation der im Wasser vorhandenen Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Algen sowie anderer störender Wasserinhaltsstoffe wie zum Beispiel Nitrit, Cyanide und Geruchsstoffe. Diese Luftmischung wird über ein Venturi-Injektionssystem in den Wasserkreislauf gegeben.


In der Reaktionskammer werden Wasser und Luftgemisch nochmals mit UV-Licht behandelt, dieses Mal mit der Wellenlänge 254 nm. Hierdurch werden zwei Prozesse angestoßen: Das im Wasser befindliche Ozon wird in OH- Radikale umgewandelt und der restliche Ozongehalt vernichtet. OH- Radikale haben die stärkste Oxidationskraft und können eine Vielzahl an schwer abbaubaren Substanzen reduzieren. Auf diese Weise wird eine effiziente Abtötung der Keime und Krankheitserreger sichergestellt.

Übrigens: Die Forscher vom Center for Research in Environmental Epidemiology raten nicht davon ab, in Pools zu schwimmen, sondern wollen Veränderungen in Sachen Bäderhygiene erreichen und fordern Schwimmer dazu auf, sich vor dem Bad gründlich mit Seife zu waschen. "Wenn man sich vor dem Bad duscht, verringert man diese Reaktionen um Zehnerpotenzen", betont auch Rudolf Wagner von der Wasserwerkstatt.

Weitere Informationen zu BerkeDES DUO können per E-Mail an Berkefeld angefordert werden.

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