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Parkplatzsuche kostet uns pro Jahr über 40 Mrd. Euro

(16.7.2017) Laut einer aktuellen Studie von Inrix, die die volkswirtschaftlichen Kosten der Parkplatzsuche untersucht hat, verbringen Autofahrer in deutschen Städten durchschnittlich 41 Stunden pro Jahr mit der Suche nach einem Parkplatz. Das verursacht pro Autofahrer im Jahr Mehrkosten in Höhe von 896 Euro - eingerechnet sind dabei die verschwendete Zeit, der Benzinverbrauch und die zusätzliche Abgasbelastung. Demzufolge kostet der Parkplatz-Suchverkehr volkswirtschaftlich mehr als 40 Mrd. Euro pro Jahr. Für die Inrix-Studie kombinierte man Daten ...

  • aus der weltweit umfangreichsten Park-Datenbank , die über 8.700 Städte in mehr als 100 Ländern umfasst,
  • mit den Ergebnissen einer Umfrage unter rund 18.000 Autofahrern in Deutschland, Großbritannien und den USA.

65 Stunden/Jahr suchen Frankfurter einen  Parkplatz

Für das deutsche Kapitel der Studie analysierte Inrix die Parkplatzsituation in zehn der größten Städte in Deutschland. Am schlimmsten ist die Parkplatzsuche in Frankfurt am Main. Frankfurts Autofahrer suchen pro Jahr 65 Stunden lang nach Parkmöglichkeiten. Berechnet man die Kosten für die verschwendete Zeit, das zusätzliche Benzin sowie die zusätzliche Abgasbelastung, ergibt sich ein Betrag von 1.410 Euro pro Fahrer. Hochgerechnet auf die Einwohnerzahl belaufen sich die Kosten auf 702 Millionen Euro allein für die Stadt Frankfurt. Auf Folge-Rängen finden sich

  1. Essen (64 Stunden),
  2. Berlin (62 Stunden),
  3. Düsseldorf (61 Stunden) und
  4. Köln (60 Stunden).

Die volkswirtschaftlichen Kosten der Parkplatzsuche liegen mit 1,8 Milliarden Euro in Berlin am höchsten, da die Stadt über eine höhere Einwohnerzahl und mehr Autos verfügt als die anderen führenden Städte im Ranking.

„Rechnen wir alle Kosten zusammen, die durch die Parkplatzsuche entstehen, durch Überzahlen oder durch Strafzettel, dann kommen wir für Deutschland auf fast 45 Milliarden Euro pro Jahr“, resümiert Dr. Graham Cookson, Chefökonom bei Inrix und Leiter der Untersuchung. „Die hohen Kosten treffen nicht nur Autofahrer, sie wirken sich auch negativ auf den lokalen Handel aus, weil Kunden wegen potenzieller Parkprobleme Fahrten in die Innenstadt meiden. Viele Parkprobleme sind aber nur die Folge fehlender Informationen. Hier können wir mit technischen Innovationen gegensteuern.“

Deutschland – das Land der Falschparker

Laut der Inrix-Studie hat die Hälfte der Autofahrer in Deutschland im vergangenen Jahr Strafzettel wegen Falschparkens bekommen - doppelt so viele wie in Großbritannien oder in den USA - zu Gesamtkosten von 380 Millionen Euro. Über die Hälfte der Befragten in Deutschland (57%) würden gar nicht mehr für das Parken bezahlen, wenn sie sicher wären, dass sie nicht erwischt werden. Die meisten Strafzettel sammelten Autofahrer im Laufe des vergangenen Jahres in Stuttgart (1,5 Tickets pro Fahrer), dicht gefolgt von Frankfurt (1,4 Tickets), Berlin und Köln (1,3 Tickets).

Deutsche geben mehr als vier Mrd. Euro zu viel für das Parken aus

Im Strafzettel zu vermeiden, planen viele Autofahrer zusätzliche Parkzeiten ein, durchschnittlich 42 Stunden im Jahr pro Fahrer in Deutschland. Kalkuliert mit den durchschnittlichen deutschen Parkpreisen aus der Inrix-Datenbank kosten diese Sicherheitspuffer jeden Fahrer jährlich 98 Euro. Auf ganz Deutschland hochgerechnet geben die Autofahrer somit 4,4 Milliarden Euro für Parkzeit aus, die sie nicht benötigen. Mit 71 Stunden pro Jahr überzahlen Autofahrer in Frankfurt, Essen und Stuttgart besonders viel Parkzeit, fast doppelt so viel wie der nationale Durchschnitt, und geben damit insgesamt 217 Millionen Euro zu viel für das Parken im Jahr aus.

Umsatzeinbußen aufgrund von Parkplatzproblemen

Die Parkplatzsituation hat auch erhebliche Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft und den Einzelhandel. Laut Umfrage haben 41% der deutschen Autofahrer in der Vergangenheit schon einmal einen bestimmten Laden nicht angesteuert, da sie Probleme haben, dort einen Parkplatz zu finden. Analog dazu haben 21% der Fahrer vermieden, zu einem Arzt oder Krankenhaus zu fahren, 23 sind nicht zum Flughafen gefahren und 17% mieden aus dem gleichen Grund bestimmte Freizeit- oder Sportaktivitäten. 64% aller Befragten haben Fahrten zu mindestens einem dieser Orte vermieden.

„Parkplatzprobleme sind eine große Belastung für unsere Wirtschaft und unser tägliches Leben. Smarte Parklösungen für Autofahrer, Parkplatzbetreiber und Städte würden erheblich dabei helfen, die Suchzeiten, den Verkehr und die Abgasbelastung zu reduzieren und das Überzahlen von Parkzeit sowie Strafzettel zu vermeiden“, sagt Dr. Graham Cookson. „Es bleibt allerdings noch viel zu tun, um die Einführung solcher Lösungen voranzutreiben – solange die vorhandenen Technologien nicht in vollem Umfang genutzt werden, werden die Parkprobleme immer größer werden.“

Die Studie kann als PDF-Datei über die Seite inrix.com/research-parking-2017 per E-Mail angefordert werden.

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