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Universitätsallianz Ruhr will erste Adresse für Metropolenforschung werden

(25.6.2017) Energieeffizienz,  demografischer Wandel, Diversität (soziale Vielfalt), Logistik, Wasserkreisläufe, Steuerung und Teilhabe ... die Themen der Metropolenforschung sind vielfältig. An den drei  Universitäten der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr), der Ruhr-Universität Bochum (RUB), der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Technischen Universität (TU) Dortmund, befassen sich mehr als 100 Professuren mit diesen Themen. Vielfach bestehen schon enge Kooperationen. Seit 2010 wurden über 50 Millionen Euro für Projekte der Metropolenforschung eingeworben.

  • In diesem Verbund gelten Sozialwissenschaft und Geografie, die sich u.a. mit Fragen des Strukturwandels im Ruhrgebiet und Transformationsprozessen in Ostasien befassen, als besondere Stärken der RUB.
  • An der UDE sind Forscher aus fast allen Fakultäten am Profilschwerpunkt „Urbane Systeme“ mit einem Fokus auf Logistik- und Umweltforschung, aber auch mit breiter geisteswissenschaftlicher Forschung, beteiligt.
  • Die TU Dortmund gilt als leistungsstarke Forschungs- und Ausbildungsstätte für Raumplaner.

Das gemeinsame Kompetenzfeld „Metropolenforschung“ soll nun die zentrale Plattform für Forschung, Lehre und Transfer zu allen Aspekten der Metropolenforschung bilden. Die Metropolenforschung der UA Ruhr versteht sich als transformative Wissenschaft: „Dabei geht es nicht nur darum, Veränderungsprozesse und ihre Folgen besser zu verstehen“, erklärt Prof. Dr. Thorsten Wiechmann, Kompetenzfeldsprecher von der TU Dortmund. „Vielmehr wollen die beteiligten Forscherinnen und Forscher gemeinsam mit verschiedenen Akteuren der Gesellschaft neuartige Lösungswege für die Herausforderungen entwickeln, denen sich Metropolen weltweit gegenüber sehen.“ Dazu gehören zum Beispiel Globalisierung, Digitalisierung, soziale Polarisierung, Migration und Integration, Klimawandel, Energiewende, Sicherheit.

Das Ruhrgebiet als Reallabor

Das Ruhrgebiet mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit Veränderungsprozessen eignet sich besonders gut als Reallabor einer solchen transformativen Wissenschaft. „Es verfügt über großes Potenzial für einen Wissenstransfer in Metropolräume weltweit, mit dem Ziel, Transformationsprozesse sozialverträglich, umweltgerecht, wettbewerbsorientiert und unter Wertschätzung des kulturellen Erbes zu gestalten“, so Prof. Dr. Uta Hohn, Sprecherin des Kompetenzfelds von der RUB.

Förderung

Der Auf- und Ausbau des Kompetenzfeldes Metropolenforschung wird durch das Mercator Research Center Ruhr (Mercur) unterstützt. Ein Memorandum of Understanding wurde bereits mit der Emschergenossenschaft unterzeichnet. Das Kompetenzfeld wird in den nächsten fünf Jahren die Endphase des Emscherumbaus wissenschaftlich begleiten.

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