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BDI, BDEW, DGB, dena, ZDH  fordern: Stillstand bei energetischer Gebäudesanierung überwinden

Modellvorschlag „Neuer Impuls für mehr Klimaschutz im Wärmemarkt“
  

(15.10.2017) In einem gemeinsamen Positionspapier fordern Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (bdew), Deutsche Energie-Agentur (dena), Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) und Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) die neue Bundesregierung auf, eine attraktive Steuerförderung für energetische Sanierungsmaßnahmen aufzusetzen, um so eine Modernisierungsoffensive bei selbstgenutzten Ein- und Zwei-Familienhäusern und Wohnungen auszulösen.

Modellvorschlag „Neuer Impuls für mehr Klimaschutz im Wärmemarkt“

Das Bündnis hat eine konkretes Steuermodell vorgeschlagen, das u.a. vorsieht, dass in der Anfangsphase 30% der Sanierungskosten über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuerzahlung abgezogen werden. Außerdem werden die Parteien, die die neue Bundesregierung tragen, aufgefordert, diesen Vorschlag in den Koalitionsvertrag aufzunehmen und die Maßnahme zügig umzusetzen.

Damit Deutschland seine ambitionierten Klimaziele erreichen kann, sollten endlich die großen CO₂- und Energieeinsparpotenziale bei Gebäuden mobilisiert werden. Der psychologische Effekt des Steuersparens sei ein starker Hebel, der im bisherigen Fördermix fehle. Es werde ein Instrument benötigt, das attraktiv, technologieoffen und einfach umsetzbar ist, damit es die geforderte Wirkung entfaltet. Nur so könne der Stillstand bei der energetischen Gebäudesanierung überwunden und das Sanierungstempo nachhaltig gesteigert werden.

Zur Erinnerung: Auf den Gebäudesektor in Deutschland entfallen immer noch über 40% des Primärenergieverbrauchs und über 30% des CO₂-Ausstoßes. Bei einem Großteil der rund 16 Mio. Ein- und Zweifamilienhäuser besteht deshalb erheblicher Sanierungsbedarf. Die Sanierungsquote stagniert jedoch seit Jahren bei unter 1 Prozent.

Angesichts der inländischen Wertschöpfung von über 80% im Gebäudebereich würde eine steuerliche Förderung zu einem starken Konjunkturschub – ins­be­sondere bei Mittelstand und Handwerk – führen. Zusätzliches Wirtschaftswachstum sowie Sicherung und Neuschaffung von Arbeitsplätzen wären die Folgen.

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