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Digitales Licht für Stadt und Straße

(8.10.2018) Effiziente LED-Beleuchtungssysteme sind eine Schlüsseltechnologie für den Klimaschutz und können dazu beitragen, die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen: Weitgehende Treibhausgasneutralität bis zur Mitte des Jahrhunderts ist der Plan. Auch Kommunen müssen ihren CO₂-Ausstoß beträchtlich begrenzen.

Die Vernetzung moderner LED-Leuchten erhöht die Flexibilität und den Wartungskomfort. (Foto © licht.de) 

In vielen Städten und Gemeinden macht allein die Außenbeleuchtung 30 bis 50% des gesamten kommunalen Stromverbrauchs aus – in kleineren Ortschaften eventuell sogar noch mehr. Wer herkömmliche Leuchten gegen LED-Leuchten austauscht und den Lichteinsatz effektiv steuert, kann viel zur Reduktion von Kohlendioxid beitragen und bis zu 80% Energie einsparen.

Beleuchtung soll Architektur bei Nacht inszenieren und die Sicherheit im öffentlichen Raum gewährleisten. Fortschrittliche Lichtmanagement- und Steuerungstechnik bietet Kommunen, Energieversorgern und Unternehmen diverse Möglichkeiten und smarte Konzepte für diese Aufgaben. So lassen sich beispielsweise über Bewegungs- und Lichtsensoren Lichtverbrauch und -helligkeit sparsam und nachhaltig steuern: Das Licht muss hell genug sein, damit sich Autofahrer und Fußgänger optimal orientieren können und Kriminalität vorgebeugt wird. Um Energiekosten zu minimieren, wird das Beleuchtungsniveau in der Nacht automatisch gedimmt. Bei Veranstaltungen kann es hingegen erhöht werden, um dem Publikum den sicheren Heimweg zu ermöglichen. Die Umwandlung eines Beleuchtungssystems in ein Datennetz mit Powerline oder Funkkommunikation, ermöglicht die zentrale Fernsteuerung und -überwachung.

Des Weiteren lässt sich die Lichtverteilung von LED-Leuchten viel präziser auf den jeweiligen Bedarf anpassen. Statt hoher Streuverluste wird das Licht nur dorthin gelenkt, wo es gebraucht wird: auf die Fahrbahn und den Bürgersteig, anstatt in Vorgärten und Schlafzimmer. Zusammen mit bedarfsgerechter Lichtsteuerung hat eine umfassende Modernisierung der Beleuchtung das Potential, die Lichtverschmutzung wesentlich zu verringern.

Megatrend Konnektivität

In der Smart City kann die Beleuchtungsinfrastruktur zusätzlich zur klassischen Beleuchtung auch der Erfassung und Verbreitung von Informationen dienen und damit Synergien freisetzen: Aus Lichtmasten werden etwa WLAN-Hotspots, Luftqualitätsmessstationen, Verkehrs- und Parkleitsensoren. Vernetzte und intelligente Straßenbeleuchtung übernimmt dabei Aufgaben des Parkraummanagements, der Verkehrssteuerung und der öffentlichen Sicherheit.

Kostenfaktor: Wartung

LED-Straßenleuchten haben eine lange Lebensdauer. Mussten früher nach etwa zwei bis vier Jahren alle Leuchtmittel ersetzt werden, sind heutige LED-Module und Betriebsgeräte auf Wechselintervalle von zwölf bis 15 Jahren ausgelegt. Auch die bedarfsgerechte Steuerung verlängert die Lebensdauer. Vernetzte Anlagen melden zudem Betriebszustände und Ausfälle an die Zentrale und erleichtern die Wartungsplanung.

Weiterführende Literatur als PDF-Downloads:

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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