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Schaumglas dämmt Bonner Kita „Rhein-Dampfer“ im Kompaktdach

(16.9.2020) Der nachwachsende Baustoff Holz kommt immer häufiger auch beim Bau von Kindergärten und Kindertagesstätten zum Einsatz. So wurde jüngst im Stadtteil Geislar-West in Bonn eine Kita in Holzbauweise neu errichtet (siehe Google-Maps). Das Gebäude erfüllt den KfW-Effizienzhaus 55-Standard - u.a. dank des Foamglas-Dämm­stoffes T3+, der mit einer Wärmeleitfähigkeit (λD) von 0,036 W/mK ausgewiesen wird.

Fotos © Deutsche Foamglas GmbH 


  

Die vierzügige Kita mit dem Namen „Rhein-Damp­fer“ bietet Platz für insgesamt 52 Kinder in drei Gruppen. Geplant und errichtet wurde sie nach dem „Bonner Modell“. Hierbei handelt es sich um ein Drei-Raum-Konzept, welches der Bauherr - das Städtische Gebäudemanagement Bonn (SGB) - entwickelt hat, um die Planung und Abstimmung von Kindergartenneubauten zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Bei der Planung legten Rheintreuearchitekten und der Bauherr Wert auf eine nachhaltige und kindgerechte Gebäudegestaltung. Und so wurden die hintereinandergeschalteten Gebäudeeinheiten in ökologischer Holzbauweise realisiert. Diese Bauart bietet viele Vorteile: Vorgefertigte Bauelemente ermöglichen eine kurze Bauzeit und das Material Holz kommt dem Raumklima zugute. Die auf Kinder abgestimmte Architektur spiegelt sich dabei insbesondere in der Gebäudeform wider. Sie wirkt abwechslungsreich und spielerisch durch das wellenförmige Dach sowie die bewusst versetzt angeordneten Lochfenster in der Fassade. Die vertikale Holzschalung unterstützt außerdem den warmen und natürlichen Charakter des Gebäudes.

Energetisches Gesamtkonzept

Bei der Planung stand des Weiteren die energetische Qualität des Gebäudes im Fokus. Realisiert wurde die Kita nach aktueller EnEV als KfW-Effizienzhaus 55. Bestandteile des energetischen Gesamtkonzepts waren dabei unter anderem eine Luft-Wasser-Wär­mepumpe, eine raumlufttechnische Anlage mit Wärmerückgewinnung sowie eine Fußbodenheizung, die im Sommer zum Kühlen genutzt wird. Darüber hinaus wurde das Dach energieeffizient gedämmt.

Auf Empfehlung des Dachdeckerunternehmens - der Lehmann GmbH aus Nieder­zis­sen - entschieden sich die Protagonisten für den Schaumglas-Dämmstoff T3+ der Deutschen Foamglas GmbH. Insgesamt wurden 700 m² des Baustoffs in Heißbitumen ver­legt - siehe auch Beitrag „Foamglas T3+: Schaumglas mit erheblich verbesserter Wärmedämmleistung“ vom 8.2.2017.

Kompaktdach: Verlegung in Heißbitumen

Die Dämm- und Abdichtungsarbeiten fanden in einem Zeitraum von vier bis fünf Wochen statt. Die geneigten Dachflächen wurden als Holzkonstruktion mit tragenden Sparren inklusive aussteifender, durchgehender Schalung ausgeführt. Eine einlagige Trennlage aus Bitumen dient oberhalb der Schalung als Trennschicht; sie wurde zur Windsogsicherheit aufgenagelt. Darauf liegen nun zwei Lagen T3+, die jeweils 100 mm dick sind. Die 450 mal 600 mm großen Schaumglas-Dämmplatten wurden vollflächig und vollfugig in Heißbitumen eingeschwemmt. Die Verlegung erfolgte dabei dicht gestoßen und im Verband.

Da die Schaumglas-Platten aus dünnwandigen Glaszellen bestehen, lassen sie sich leicht nachbearbeiten und zuschneiden – und so zum Beispiel auch an die komplexe Dachform der Kita mit flachgeneigten Kehlen und aufgehenden Oberlichtern entsprechend anpassen. Im Anschluss wurde oberhalb der Dämmung ein Deckabstrich mit Heißbitumen ausgeführt. Dieser fungierte wiederum als Kontaktschicht beim Aufschweißen der abdichtenden Bitumenbahnen.

Weitere Informationen zu Foamglas T3+ können per E-Mail an Foamglas angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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