Baulinks -> Redaktion  || < älter 2021/1255 jünger > >>|  

Puren-Kompaktdach zum Schutz teurer Bayerischer Rundfunk-Technik

(17.8.2021) Es gibt Flachdächer, die sollen/müssen noch sicherer sein als „normale“ Flachdächer. Dazu zählt auch das 9.000 m² große Dach des im Bau befindlichen Neubaus für den Bayerischen Rundfunk (BR) in München. Im neuen Aktualitätenzentrum und dem „Wellenhaus“ werden Hörfunk, Fernsehen und der Online-Bereich zusammengeführt. Nach Fertigstellung 2022 und komplexer Inneneinrichtung werden hier ab 2024 trimediale Redaktionen für Online, Social Media, Hörfunk und Fernsehen arbeiten (siehe Google-Maps).

Visualisierung des Neubaus des Bayerischen Rundfunks in München-Freimann. (Foto © Fritsch + Tschaidse Architekten) 

Komplexe Flachdächer

Der zwei- und dreigeschossige Neubau - 70 m breit und 190 m lang - wird u.a. über acht Innenhöfe belichtet, wodurch sich ein komplexe Flachdach-Struktur ergibt. Gleichwohl soll/muss das Dach überdurchschnittlich sicher sein, denn unter ihm wird sehr viel moderne und teure Technik zum Einsatz kommen. Das Regenwasser beispielsweise wird deshalb vorwiegend nach außen zu den Traufen abgeleitet - und nicht innenliegend zusammengeführt. Darüber hinaus erwartet der Bauherr druckfeste und vielseitig nutzbare Flachdachflächen. Terrassen sollen hier ebenso möglich sein wie Wartungswege zu der auf dem Dach verbauten Technik. Zusätzlich gilt für alle Dachflächen als Basis eine extensive Dachbegrünung mit einer 11 cm dicken Substratschicht.

Gefälleplan des 70 x 190 m großen Flachdachs 

Starkes PU-Gefälledach

Um die rund 15 m Entfernung von einer Dachinnenfläche bis zur Traufe mit einem 2%-Gefälle realistisch lösen zu können, ist ein Hochleistungsdämmstoff erforderlich, damit die innenliegenden Dämmpakete nicht unwirtschaftlich dick werden. Mit Polyurethan von Puren (WLS 026/027) konnte ein Gefälle beginnend mit nur 457 mm und endend bei 100 mm erzeugt werden. Die mittlere Dämmdicke beträgt so „nur“ rund 250 mm (U-Wert ca. 0,1 W/m²K) - was immer noch dem Passivhaus-Standard entspricht.

dieses und die weiteren Fotos © Puren 

Unterlauf- sowie Windsogsicherheit per PU-Kompaktdach

Im ersten Arbeitsschritt wurde die oberste Stahlbetondecke mit einem bituminösen Voranstrich grundiert und eine Polymerbitumenbahn im Gieß- und Rollverfahren aufgeklebt. Darauf verlegten die Dachdecker die PU-Gefälledämmung. Die 60 x 60 cm großen Gefälledämmplatten ertragen kurzzeitig Temperaturen bis 250°C und werden an zwei Seiten in flüssiges Elastomerbitumen getaucht und im Verband eingebettet. Durch diese Klebetechnik wird jede einzelne PU-Dämmplatte gegenüber der Nachbarplatte rundum abgeschottet. So ist jede Dämmplatte ein kleines Flachdach.

Nach der Verlegung der PU-Gefälledämmung folgte die erste Lage der Flachdachabdichtung mit Polymerbitumendachbahnen. Diese wurden im Gieß- und Rollverfahren mit heißem Elastomerbitumen verklebt. Die zweite Lage der Elastomerbitumen-Bahnen (mit Durchwurzelungsschutz) wurde vollflächig aufgeschweißt. Darauf folgte abschließend der Gründachaufbau. Die realisierte Flachdachdämmung erfüllt die Forderungen der Brandverhaltensklasse E (normalentflammbar). Die wenigen Brandabschnitte wurden mit Mineralriegeln erstellt.

Weitere Informationen zu Kompaktdächern können per E-Mail an Puren angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

ausgewählte weitere Meldungen:

siehe zudem:


zurück ...
Übersicht News ...
Übersicht Broschüren ...

Impressum | Datenschutz © 1997-2022 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (XING, linkedin)