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Interhyp-Umfrage: Experten erwarten 2021 weiter günstige Bauzinsen

(7.12.2020) Die Märkte werden auch im kommenden Jahr durch die Stützungsmaßnahmen der Notenbanken geprägt sein. Immobilienkäufer werden deshalb auch im nächsten Jahr von günstigen Finanzierungsbedingungen profitieren können - das erwartet der Baufinanzierungsvermittler Interhyp auf Grundlage der Befragung von zehn deutschen Kreditinstituten für den monatlichen Interhyp-Zinsbericht. Kreditnehmer können demnach zum Jahresausklang zu historisch niedrigen Konditionen finanzieren - Bestanbieter vergeben zehnjährige Darlehen bei entsprechender Bonität um 0,5% pro Jahr, zum Teil sogar darunter. Im Schnitt sind rund 0,8% möglich.

„Wir rechnen für 2021 weiter mit günstigen Zinsen, mit einem Trend zum leichten Anstieg im Jahresverlauf", resümiert Mirjam Mohr, Vorstand für das Privatkundengeschäft bei Interhyp. „Die Europäische Zentralbank wird das Niedrigzinsniveau aller Voraussicht nach weiter stützen. Impulse zum Zinsanstieg können aber vom Einsatz des Impfstoffes und einer sich im Zuge erfolgreicher Pandemie-Bekämpfung aufhellenden Konjunktur ausgehen.“

Die von Interhyp befragten Experten erwarten mehrheitlich, dass die Notenbanken Maßnahmen ergreifen, um die Konjunktur in dem schwierigen Marktumfeld zu unterstützen. „Wir gehen davon aus, dass die Kapitalmarktrenditen insgesamt niedrig bleiben werden, vor allem im ersten Halbjahr“, erklärt Frau Mohr.


Quelle: interhyp.de/zins-charts

Die Corona-Pandemie habe dem Wunsch nach Wohneigentum bisher keinen Abbruch getan - im Gegenteil: „Viele Menschen haben auch in diesem Jahr ihr Vorhaben vom eigenen Zuhause umgesetzt, trotz oder auch gerade wegen der wachsenden Unsicherheit. Wir haben 2020 in einigen Monaten eine besonders hohe Nachfrage nach Immobilien und Immobilienfinanzierungen verzeichnet.“

Neben der Politik der Notenbank ist die Nachfrage nach Anleihen ein Grund für die niedrigen Bauzinsen: Investoren suchen laut Interhyp nach Sicherheit. Die Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen bleibe entsprechend hoch. Zwar haben die Renditen nach dem Durchbruch bei der Impfstoffforschung einen Sprung nach oben gemacht. Allerdings bröckelten sie in den vergangenen Wochen wieder und liegen derzeit bei rund minus 0,6%. Die Zinsen für Immobilienkredite orientieren sich an diesen Renditen und reagierten entsprechend mit kleinen Schwankungen, bewegen sich jedoch Anfang Dezember seitwärts. Frau Mohr erwartet, dass „Die Aussicht auf einen Impfstoff und Erfolge zur Überwindung der Pandemie zumindest kurzfristig einem weiteren Zinsabfall entgegenwirken werden und die Wahrscheinlichkeit für einen langfristig leicht steigenden Trend erhöhen."

siehe auch für zusätzliche Informationen:

  • Interhyp AG
  • Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt - siehe deshalb ggf. Baugeld aktuell
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