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Projektbericht: Erster Brückenschlag mit leichtverdichtendem Beton

Betonbau, leichtverdichtender Beton, Brückenbauwerk, Brückenbau, Readymix Aaton, Baustoff, EN 206, DIN 1045, Betonierzeit(10.2.2005) Bad Wörishofen im Unterallgäu: Sein 1719 gegründetes Dominikanerkloster gilt als Geburtsstätte der Physiotherapie, und der Pfarrer Sebastian Kneipp machte den heutigen Kurort weltberühmt. Wer sich von Bad Wörishofen auf der Kreisstraße nach Osten Richtung Buchloe aufmacht, kreuzt das Naturschutzgebiet Wertachtal. Dabei überquert er den Fluss Wertach auf einer 45 Meter langen Brücke, die für die Baustofftechnologie wegweisend ist: Als erste in Deutschland besteht sie aus leichtverdichtendem Beton - siehe Google-Maps.

Das frei tragende Brückenbauwerk ruht an seinen Endpunkten auf Widerlagern. Im Dezember 2004 wurde der Überbau mit einer Holzschalung aus 450 Kubikmeter Readymix Aaton konstruiert. Die Readymix AG Gebiet München-Ingolstadt lieferte den Baustoff aus dem zehn Kilometer südlich gelegenen Werk Kaufbeuren. Bauherr ist der Landkreis Unterallgäu. Das Straßenbauamt des Landratsamtes genehmigte nach EN 206/DIN 1045-neu die Verwendung des leichtverdichtenden Aaton. Durch seine Fließeigenschaften verdichtet sich Aaton auch bei enger Bewehrung unter Einsatz geringer Rüttelenergie.

Erich Wiedner, Geschäftsführer in Kaufbeuren: "Die Armierung ist vor allem an den Spannköpfen sehr dicht gehalten. Im Gespräch mit Reinhard Lindner, dem Prüfstellenleiter unseres Zentrallabors in München-Ingolstadt, dem Bauleiter Gordian Schalk und dem Polier Michael Hanns vom ausführenden Unternehmen Glass kam uns die Idee, hier leichtverdichtenden Aaton C 40/50 einzusetzen." Das Straßenbauamt als zuständige Genehmigungsbehörde nahm diesen Vorschlag, die Betonage zu erleichtern, mit Wohlwollen auf.

Für die zweispurige Brücke mit Gehweg-/Radwegkappen waren zunächst zehn Stunden Betonierzeit veranschlagt. Doch lediglich acht Stunden waren es, die sieben Bauarbeiter durch den leicht einzutragenden Aaton für die Betonage benötigten. Die Stundenleistung steigerten sie auf 65 Kubikmeter. Eine 56-Meter-Anlegerpumpe erreichte ohne Versatz jede Einbaustelle auf der ganzen Spannweite der Brücke.

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