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Industriearchitektur: Linoleum trifft bei Fiberline auf Glasfasern

(29.8.2011) Dass funktionelle Industriebauten architektonisch keineswegs langweilig sein müssen, demonstrieren KHR Arkitekter aus Kopenhagen eindrucksvoll mit dem Verwaltungs- und Produktionsgebäude der Firma Fiberline, einem Hersteller für Glasfasern (siehe Google-Maps). Mitten auf der grünen Wiese in Middelfart, im Süden Dänemarks, errichteten sie einen 25.000 Quadratmeter großen Verwaltungsbau mit Produktionshalle:

"Für uns stand zur Diskussion, wie wir die offene, weite Landschaft angemessen bebauen können“, erinnert sich Professor Jan Søndergaard, KHR Arkitekter. „Wir sind gedanklich zurückgegangen in die Zeit der Wikinger und noch früher: Damals haben die Menschen eine Art runden Schutzwall gebaut und im Inneren befanden sich ihre Behausungen - von der Ferne war nur ein Hügel sichtbar. Für uns war das ein Anhaltspunkt, wie wir mit Respekt in der Landschaft agieren können.“ Entstanden ist eine geometrische Interpretation eines Hügels auf freiem Feld – eine klare und einfache Architektur.

Drei große, gläserne Einschnitte gliedern das lang gestreckte Bauwerk und erzeugen im Inneren eine spannende Raum­geometrie mit beeindruckenden Licht- und Schattenspielen je nach Wetterlage. Licht fällt bis tief ins Innere des Gebäudes und erhellt indirekt auch die Produktions- und Lagerflächen. "Unsere Assoziation war die Erdoberfläche, die an verschiedenen Stellen aufbricht, an denen das Licht eindringen kann", berichtet Jan Søndergaard dazu.

Für die 330 Meter lange und 20 Meter hohe östliche Fassade wurden Glasfasern verwendet, die Fiberline vor Ort produziert. Dank ihnen entstehen tausende von Lichtlinien, die durch den Raum laufen und ihm Dynamik verleihen.

Die Glaseinschnitte neigen sich gen Norden und ragen seitlich aus dem Baukörper hinaus. Dort, außerhalb des Hauptge­bäudes, befinden sich die Konferenz- und Besprechungs­räume mit einem weiten Blick über die Landschaft. Sie sind offen für jeden Mitarbeiter und bringen hohe Lebensqualität in den Arbeitsalltag. Der Winkel der Fassade beträgt 60 Grad, dadurch hat der Besucher das Gefühl zu schweben – das macht den Kopf frei, um in alle Richtungen zu denken. In der großen Produktions- und Lagerhalle führen sich die Glaseinschnitte als Oberlichter fort.

Der Gebäudekern besteht im Inneren aus einem großen Raum für alles. Hier findet der gesamte betriebliche Ablauf statt. Arbeiter, Kollegen aus der Forschung und Entwicklung sowie Verwaltungsangestellte sitzen zusammen in einer riesigen Halle, die fast 20.000 m² umfasst. Die Produktion im Erdgeschoss und die Büros auf den Galerien sind voneinander nur durch eine Glasscheibe getrennt. Jan Søndergaard freut sich, dass das ungewöhnliche Konzept aufgegangen ist und "die Tatsache, dass alle visuell in einem Raum sitzen, heute wirklich eine starke Identität und Verbundenheit mit dem Unternehmen erzeugt."

Die Innenraumgestaltung ist freundlich und motivierend, das Interieur ist bestimmt durch helle Oberflächen, klare Formen und Glas. Wände und Decken sind weiß, die Produktion ist mit einem grauen Betonboden ausgestattet. Derselbe Grauton findet sich auch in den anderen Räumen wieder, als DLW Linoleum Uni Walton in "twilight"-Grau. "Wir haben es ausgewählt, weil es der Idee der einfachen Oberflächen entspricht - sehr klar und sehr einfach“, erklärt Jan Søndergaard. Zudem ist die Farbe neutral und es entstehen schöne Lichteffekte, vor allem in den Besprechungsräumen. So fokussiert man sich auf die zu besprechenden Themen, die umgebende Landschaft, und der Raum tritt zurück.

„Es war uns wichtig, Materialien zu verwenden, die zu unserem Leitgedanken passen – alles, auch die Details, zielt ab auf das Konzept des schnörkellosen, geradlinigen Gebäudes“ - so Jan Søndergaard abschließend.

Weitere Informationen zu Linoleum-Böden können per E-Mail an Armstrong angefordert werden.

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