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Betriebs- und Regenwasser verstärkt zur Energieeinsparung nutzen

Weltwassertag 2014: „Wasser und Energie“
  

(22.3.2014; Weltwassertag) Der Weltwassertag wird seit 1993 auf Initiative der Vereinten Nationen am 22. März began­gen. Er macht auf die Bedeutung von sauberem Wasser auf­merksam und wirbt für den verantwortungsvollen Umgang mit dieser Ressource. Alle Staaten sind aufgefordert, diesen Tag der Umsetzung der UN-Empfehlungen zu widmen und konkre­te Maßnahmen auf nationaler Ebene durchzuführen. Der Welt­wassertag steht 2014 unter dem Motto „Wasser und Energie“ – beide Themen sind eng miteinander verknüpft.

fbr forder separates Sammel- und Verteilleitungsnetz für die Betriebswassernutzung

Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) sieht sowohl die Klimatisierung von Gebäuden mit Hilfe der Regenwassernutzung als auch die Wärme­rückgewinnung aus Grauwasser als die zentralen Elemente in ihrem Wirkungsbereich. Die Fachvereinigung fordert deshalb die zuständigen Bundes- und Landesbehörden auf, die bestehenden Richtlinien, Bauvorschriften und Gesetze so zu ändern, dass generell in Gebäuden, neben der Trinkwasserinstallation ein separates Sammel- und Verteilleitungsnetz für die Betriebswassernutzung einzubauen ist. Dies ermögliche es, die Energie aus erwärmtem Grauwasser für die Energieversorgung von Gebäuden zu nutzen. Gleichzeitig sollte eine weitergehende Nutzung von Regenwasser für die Ge­bäudeklimatisierung vorgesehen werden.

Raumlufttechnik mit Regenwasser

Der Energieverbrauch für die Kühlung von industriellen Prozessen und Gebäuden wird laut fbr weiter mit hoher Dynamik steigen und sich bis 2020 mehr als verdoppeln. Bei der Verwendung von fossilen Energieträgern bedeute dies, ein weiteres Ansteigen des klimaschädigenden Treibhausgases CO₂. Diese Entwicklung stehe klar im Widerspruch zu den klimapolitischen Zielen der Bundesregierung. Abhilfe könne hier der vermehrte Einsatz von regenwassergespeisten Kühl- und Klimatisierungssystemen schaffen, mit denen der Energieverbrauch im Vergleich zur konventionellen Klimatisierung deutlich gesenkt werden könne.


Grafik aus dem Beitrag „Mit Regenwasser Gebäude schonend kühlen“ vom 19.8.2011

Zusätzlich zur energetischen Effizienz könnten in Gewerbe- und Industrieeinrichtun­gen mit Hilfe einer weitergehenden Nutzung von Regenwasser, Betriebsabläufe opti­miert und Betriebsmittel sowie Kosten eingespart werden - siehe auch Baulinks-Bei­trag „fbr-Position: Einsatz von Regenwasser für die Kühlung und Klimatisierung von Gebäuden“ vom 11.7.2013.

Wärmerückgewinnung aus Grauwasser

In industriellen Betriebsabläufen hat sich die Rückgewinnung von Wärme aus Prozess- oder Abwasser bereits seit Jahrzehnten bewährt. Neu dagegen ist die Wärmerückge­winnung aus Grauwasser in Wohngebäuden, einem Teilstrom des häuslichen Abwas­sers. „Im Vergleich zur Wärmerückgewinnung aus kommunalem Abwasserkanälen ist die dezentrale Wärmerückgewinnung im Gebäude - das zeigen die Ergebnisse seines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts etwa 15-fach ener­gieeffizienter,“ weiß Erwin Nolde, Vorstandsmitglied der fbr.

Wesentlicher Vorteil sei dabei die Nutzung der Wärme unmittelbar am Entstehungs­ort und gleichzeitig wird durch die Behandlung des Grauwassers hochwertiges Be­triebswasser erzeugt, was die Wasserkosten um mehr als 30 Prozent senken kann. „Aus 1000 Liter Grauwasser lassen sich mit wenig Aufwand im Durchschnitt 10 bis 15 Kilowattstunden Wärmenergie gewinnen. In dem Berliner Pilotprojekt werden da­durch jährlich mehr als 3 Tonnen CO₂ eingespart“, so Erwin Nolde.

Die fbr setzt sich seit ihrer Gründung 1995 für die Förderung der Betriebs- und der Regenwassernutzung, die Einsparung von Trinkwasser und die Reduzierung von Ab­wasser ein, damit unter anderem Toiletten nicht länger mit aufwendig aufbereite­tem Trink­wasser gespült werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Erhaltung des na­türlichen Wasserhaushaltes.

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