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IWO: „Heizölversorgung ist gesichert. Strom-Wärmepumpen sind keine Alternative.“

Prof. Christian Küchen, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO)
Prof. Christian Küchen, IWO-Geschäftsführer
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(27.4.2014) Trotz der aktuellen Krise in der Ukraine soll die Heizölversorgung gesichert sein: „Deutschland importiert Erd­öl aus rund 30 verschiedenen Ländern. Daher bestehen hier keine einseitigen Abhängigkeiten“, erklärt Prof. Christian Kü­chen, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltech­nik (IWO). Auch langfristig sei die Versorgung sicher: Die be­kannten Ölvorkommen hätten sich in den vergangenen Jah­ren deutlich erhöht. „Ölheizungen werden im Energiemix der Zukunft weiterhin eine wichtige Rolle spielen“, so Küchen. „Auch deshalb, weil Systeme wie Strom-Wärmepumpen kei­ne sinnvolle Alternative darstellen.“

Die Erdölreserven und -ressourcen werden derzeit mit rund 682 Milliarden Tonnen angegeben und wären damit so groß wie noch nie. Dank ausgefeilter Technik ...

  • seien immer weitere Erdölreserven wirtschaftlich förderbar und
  • könnten bestehende Quellen immer besser ausgeschöpft werden.

Aus diesem Grund werde Mineralöl auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil im deut­schen Energiemix sein, erwartet man beim IWO. Aktuelle Prognosen sehen für das Jahr 2030 einen Anteil von 30,4% voraus, nahezu genauso viel wie im Jahr 2013 (33,4%) - das zeigt ein Bericht der AGEB Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, dem Zusammen­schluss von Energieverbänden und Forschungsinstituten zur Ermittlung des Energie­verbrauchs im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

„Gerade in Krisenzeiten bieten Ölheizungen Vorteile gegenüber Nutzern leitungsgebun­dener Energieträger. Mit dem Heizöltank verfügen Ölheizungsbesitzer über ihren eige­nen Energiespeicher. Darin lagert in der Regel der Heizöl-Vorrat für mehr als eine Heiz­periode. Das sorgt für eine gewisse Unabhängigkeit“, meint Küchen.

„Strom-Wärmepumpen erschweren die Energiewende“

„Auf Strom-Wärmepumpen für die Beheizung von Gebäuden zu setzen, bedeutet au­tomatisch, dass mehr Reservekraftwerke benötigt werden, denn die Kunden wollen auch heizen, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Das Bereithal­ten dieser Kraftwerke kostet zusätzlich Geld und wird den Strompreis, zusätzlich zur Förderung von erneuerbaren Energien, weiter erhöhen“, argumentiert Küchen. „Auch als eine Folge der steigenden Strompreise stagnierte daher der Absatz von strombe­triebenen Wärmepumpen im Jahr 2013, obwohl der Hauptmarkt für diese Heizgeräte, der Neubau, ein kräftiges Wachstum verzeichnete.“ Vergleiche dazu Baulinks-Beitrag „Wärmepumpen-Markt 2013: In jedem dritten Neubau eine elektrische Wärmepumpe“ vom 26.1.2014 und „Marktentwicklung Wärmeerzeuger 2003-2013“ (Quelle: BDH, in Zahlen):

Marktentwicklung Wärmeerzeuger 2003-2013

Die Nutzung von Strom im Wärmemarkt sei nur dann sinnvoll, wenn Überschüsse aus erneuerbaren Energien vorhanden sind und zu anderen Zeiten ein zweiter Energieträ­ger wie Heizöl die Wärmeversorgung sicherstellt, so Küchen weiter. Die Zukunft gehö­re daher der Hybridheizung, die die Wärmeversorgung auf mehreren Säulen verteilt - siehe auch Beitrag „VdZ-Infobroschüre zu Hybridheizungen“ vom 30.12.2012.

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