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Licrivision: Neue Flüssigkristallfenster-Technologie von Merck


  

  

(10.2.2015; BAU-Bericht) Merck hat in München unter dem Label „Licrivision“ eine Technologie vorgestellt, durch die mit­tels Flüssigkristallen der Transparenzgrad von Fensterglas verändert werden kann. Konzentrierte sich der Einsatz von Flüssigkristallen bislang auf Displays von Fernsehern, Smart­phones oder Laptops, will sich das Unternehmen nun mit die­sem Konzept für so genannte Liquid-Crystal-Windows (LCW) neue Anwendungsfelder erschließen und die Technologie ge­meinsam mit Partnern aus der Glas-, Fenster- und Fassaden­industrie (weiter)entwickeln - mit dem Ziel, den Licht- und Wärmeeintrag von Verglasungen zu optimieren.

Möglich ist dies durch spezielle Flüssigkristallmischungen, die zwischen zwei Glasscheiben eingebracht werden. Ähnlich wie bei Displays können die Flüssigkristalle durch Anlegen einer Spannung in verschiedene Anordnungen gebracht werden. Je nach Anordnung fällt mehr oder weniger Licht durch die Flüs­sigkristallschicht und da­mit durch die Fensterscheibe.

„Wir sehen die Flüssigkristallfenster-Technologie als ein sehr erfolgversprechendes Zukunftsprojekt und als weitere innovative Anwendung für Flüssigkristalle“, erläutert Inese Lowenstein, seit Januar 2015 bei Merck die neue Leiterin der Geschäftseinheit Display Materials. „Flüssigkristallfenster lassen sich mit jedem marktüblichen Fenster­glas herstellen und werden Architekten ein Maximum an Freiheit bieten – im Hinblick auf individuelle Größen, Formen und Farbauswahl.“

Derzeit werden im Rahmen von Pilotprojekten verschiedene Fenstergrößen getestet. Merck arbeitet dabei mit etablierten Fensterherstellern zusammen und forscht an zu­sätzlichen Möglichkeiten, mittels Photovoltaik die Flüssigkristallfenster autonom mit Strom versorgen zu können.

Mit der Flüssigkristallfenster-Technologie soll die Intensität des einfallenden Tages­lichts - und damit der Wärmeeintrag durch Sonneneinstrahlung - sekundenschnell eingestellt werden. Verschiedene Optionen bezüglich der Farbgebung eröffnen da­bei neue architektonische Perspektiven in der Fenster- und Fassadengestaltung.

Weitere Informationen zu Licrivision können per E-Mail an Merck angefordert werden.

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