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Berker instabus EIB für ein Bürohaus der eigenen Art

(18.8.2003) Architekten suchen sich häufig spektakuläre Objekte, wenn es um das eigene Büro geht. Das gilt ganz besonders für "von Canal architekten & ingenieure". Das Unternehmen hat seit Ende 2002 seinen Sitz im Torhaus am Kastorplatz in Koblenz unmittelbar am Deutschen Eck - siehe auch Bing-Maps und/oder Google-Maps. In einer Symbiose aus kulturgeschichtlicher Ruine und architektonischer Arbeitswelt entstand am Tor zum Weltkulturerbe Rheintal eine kubistische Schutzhülle, die fast wie eine Vitrine über Reste eines historischen Torhauses gestülpt wurde. Aus Anlass des Tags der Architektur 2003 konnte sich im Juni 2003 die Öffentlichkeit von der innovativen Technik, mit der das Gebäude ausgestattet ist, überzeugen: Die komplette Gebäudetechnik wird mittels EIB-System von Berker gesteuert. Alle Arbeitsplätze und die Haustechnik können variabel vernetzt werden.

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Neben der zukunftsweisenden Haustechnik von Berker ist die hohe Transparenz des Gebäudes ein wichtiger Teil des Gestaltungskonzeptes. Das Torhaus wurde 1897 errichtet und im 2. Weltkrieg teilweise zerstört. Ein Wiederaufbau nach alten Plänen war nicht beabsichtigt und auch nicht von der Denkmalpflege gefordert. Die bestehende Bausubstanz wurde gesichert und saniert. Darauf wurde eine leichte und transparente Konstruktion aus Glas und Aluminium errichtet. Die Außenhaut des Gebäudes erweckt durch seine Offenheit Neugier. Es wurde so konzipiert und ausgestattet, dass es nicht nur Büros beherbergt, sondern auch für Seminare und als Raum für Kunst- und Objektausstellungen genutzt werden kann.

Komfortable Steuerung

Das Objekt ist nicht nur äußerlich ein Highlight für den von Touristen besuchten Standort. Den Architekten kam es darauf an, im gesamten Gebäude innovative Technik einzusetzen. Dabei haben sie in Berker einen idealen Partner gefunden. Zur Zeit werden im gesamten Gebäude Schalter aus dem Spitzenprogramm B.3 eingesetzt, aber sobald B.IQ lieferbar ist, soll schnellstmöglich dieses innovative Bedienkonzept eingebaut werden. Damit werden im Torhaus völlig neue Dimensionen der EIB-Steuerung direkt über den Schalter möglich. Die komplette Installation, die von der Graeff GmbH aus Rhens ausgeführt wurde, liegt in den Stahlbetondecken.

Am Kastorplatz 5 werden alle Fensterelemente der Fassaden, der Sonnenschutz, die Beleuchtung und das Heizsystem über die bewährte EIB-Technik geregelt. Die zentralen Steuerungsfunktionen können bequem von einem Steuerungstableau oder aber aus dem PC ausgeführt werden. Die Realisierung des EIB-Systems fand in enger Zusammenarbeit mit Berker statt.

Transparenz als Leitmotiv

Besonderer Wert wurde bei diesem Objekt auf die Nachtbeleuchtung gelegt. Dank der Transparenz des Gebäude ist es möglich, dass durch spezielle Beleuchtungseffekte der alte Gebäudebestand mit seinen aufwendig restaurierten Bruchsteinwänden sichtbar wird. Die Leuchtenausstattung (KREON) und die Lichtplanung sind wichtige Bestandteile des Gestaltungskonzeptes - das Gebäude wird nicht nur beleuchtet, insbesondere seine historischen Bestandteile werden inszeniert.


Die Pfosten-Riegel-Fassade des Hauses ist mit Fensterelementen von Schüco ausgestattet, die parallel zur Fassade ausgefahren werden. Die technische Herausforderung bestand in der geschosshohen Ausführung der Elemente und in der Integration in das hausinterne EIB-Netz. Auch im Eingangsbereich kam neueste Technik zum Einsatz. Die Sprechanlage mit integriertem Briefkasten und die interne Beschilderung kommen von der Firm Siedle. Die Möblierung des Objektes wurde nach eigenen Entwürfen und Ideen auf das Gebäude abgestimmt. Auch bei der Ausstattung der Arbeitsplätze wurde viel Wert auf stimmiges Design gelegt - die Ausführung übernahm Vitra aus Weil am Rhein.

Nach einer fast zweijährigen Planungsphase wurde das Torhaus 2002 in nur zehn Monaten realisiert. Das gesamte Gebäude ist in vielen technischen Bereichen ein Entwicklungsprojekt. So werden beispielsweise gemeinsam mit Berker neue Techniken und Lösungsmethoden erprobt. Davon profitiert "von Canal architekten & ingenieure", weil das Unternehmen die Technik nutzt, Berker, weil es neue Wege in der Praxis testen kann, und die breite Öffentlichkeit, weil durch solche Objekte Spitzentechnik der Weg in den Markt geebnet wird.

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