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Handwerk hält hohe Ausbildungsquote von 10 Prozent

(21.2.2004) Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum Stichtag 31.12.2003 beträgt im Handwerk 171.800. Das Handwerk hat damit im Rahmen der Nachvermittlung noch einmal 3.543 Lehrverträge seit dem 30.9.2003 abgeschlossen. Gegenüber dem Vorjahr geht die Zahl trotzdem um 3 Prozent zurück (-3,9 Prozent in den neuen Bundesländern und -2,7 Prozent in den alten Bundesländern). Dieter Philipp, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks: "Es zeigt sich, dass der Appell an die Verantwortung der Handwerksmeister für die Ausbildung der jungen Generation gefruchtet hat. Selbst in einem Jahr mit großen Umsatzverlusten für die Betriebe wurden fast so viele Lehrlinge eingestellt wie 2002. Dieses freiwillige Engagement sollte die Politik nicht durch die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe kaputt machen."

Der Lehrlingsbestand im Handwerk beträgt 502.190 (-4,9 Prozent). Das Handwerk hält damit seine hohe Ausbildungsquote von 10 Prozent. Bei knapp 5,1 Millionen Beschäftigten ist jeder zehnte Mitarbeiter im Handwerk ein Lehrling. Philipp: "Trotz anhaltender Rezession und hohen Mitarbeiterverlusten im Handwerk ist die Ausbildungsquote stabil geblieben, das gesunde Verhältnis zwischen Facharbeitern und Lehrlingen bleibt erhalten."

Insgesamt bilden derzeit rund 197.500 Handwerksbetriebe aus. Bei einem Bestand von 663.126 Meisterbetrieben ist die Quote auf 29,8 Prozent gesunken, ein Rückgang von 0,8 Prozentpunkten gegenüber 2002. Allerdings: Aufgrund ihrer Größe und der Betriebsstrukturen können nur etwa die Hälfte aller Meisterbetriebe ausbilden.

Besonders erfreulich ist die Stabilisierung der Situation zumindest in Teilen der neuen Bundesländer. Vor allem der flächendeckende Einsatz von Lehrstellenwerbern und das Engagement des Handwerks in verschiedenen Werbeaktionen haben in einzelnen Kammerbezirken zu einer steigenden Zahl von Lehrverträgen geführt. Das betrifft zum Beispiel Frankfurt/Oder (+4,5 Prozent), Cottbus (+2,5 Prozent), Schwerin und Leipzig (je +0,5 Prozent) und Dresden (+0,4 Prozent). In den neuen Bundesländern ist auch ein deutlicher Rückgang vorzeitig gelöster Ausbildungsverträge im Handwerk zu verzeichnen (20 Prozent weniger).

"Die Zahlen beweisen, dass die Anstrengungen der Handwerkskammern in Zusammenarbeit mit Arbeitsämtern und Industrie- und Handelskammern Erfolg haben. Das freiwillige Engagement gerade des Handwerks ist auch in Zeiten einer anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage ohne Beispiel. Dies darf nicht durch die Einführung einer Ausbildungsabgabe konterkariert werden", so ZDH-Präsident Philipp, "allein die jetzt beginnende Diskussion um Ausnahmen, etwa die Freistellungen von Branchen oder Regionen, zeigt doch, welch bürokratisches Monster mit der Ausbildungsplatzabgabe genährt wird."

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