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Baugeldzinsen bald höher?

(25.11.2006) In den vergangenen Monaten hat sich an den Zinsmärkten eine interessante Patt-Situation zwischen Notenbanken und Investoren am Anleihemarkt herausgebildet. Die Inflationsgefahr, die durch eine zu starke Ausdehnung der Geldmenge und gestiegene Rohstoffpreise entstanden ist, wird von der US-Notenbank (FED) und der Europäischen Zentralbank (EZB) aktiv mit Leitzinserhöhungen bekämpft. Diese beiden Notenbanken gehen davon aus, dass die höheren Leitzinsen die Konjunkturentwicklung nicht gefährden. Auf der anderen Seite erwarten die Investoren schon bald eine nachhaltige Abschwächung des Wachstums in den USA und Europa. Da sie annehmen, dass die Zentralbanken daher schon bald wieder die Leitzinsen senken müssen, kaufen sie langfristige Anleihen. Diese Käufe haben die Zinsstrukturkurve in den USA invers werden lassen und auch in Euroland zeichnet sich eine solche Entwicklung ab (siehe auch Beitrag: "Zinskurve wird invers" vom 12.11.2006). Die in den vergangenen Tagen veröffentlichten Daten zum privaten Konsum und zum Geschäftsklima in Deutschland lassen jedoch vermuten, dass nicht die Investoren richtig liegen, sondern die EZB. Es ist davon auszugehen, dass es in 2007 nicht zum befürchteten Konjunktureinbruch kommen wird. Vielmehr sollte das Wachstum durch mehr Beschäftigung in Deutschland und eine starke Exportkonjunktur weiter angetrieben werden. Damit kann die EZB auch im Jahr 2007 mit ihren schrittweisen Leitzinserhöhungen fortfahren. Vor diesem Hintergrund wächst die Korrekturgefahr bei den langfristigen Zinsbindungen deutlich.

Für Baufinanzierungskunden bietet die aktuelle Situation eine ausgezeichnete Möglichkeit, Finanzierungen mit langfristigen Zinsbindungen zu tiefen absoluten und relativen Zinssätzen abzuschließen. Die flache Zinsstrukturkurve hat den Aufpreis für 15- und 20-jährige Konditionen stark sinken lassen. Kalkulationssicherheit ist damit sehr günstig geworden. Auch für Umschulder ist dies ein perfektes Umfeld: Die Aufschläge für Forward-Darlehen sind gering, was die Absicherung von Finanzierungen, die erst in zwei oder drei Jahren zur Verlängerung anstehen, attraktiv macht. Dabei sollten Darlehensnehmer unbedingt die Prolongationsangebote ihrer bestehenden Bank sorgfältig mit den besten Angeboten im Markt vergleichen. Ein Bankenwechsel zum Ende der Zinsbindung ist einfach und nicht teuer, kann jedoch mehrere Tausend Euro sparen.

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