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Dornbracht nach Brandschaden auf Kernsortiment konzentriert

(5.8.2009) Nach dem Brandschaden in der Nacht vom 21. auf den 22. Juli, bei dem ein hoher zweistelliger Millionenschaden entstanden ist, sind die Aufräum- und Sanierungsarbeiten beim Iserlohner Armaturenhersteller Dornbracht in vollem Gang. Die komplette Oberflächenveredelung sowie Teile der Montage und des Lagers, und damit der Materialbestände, sind betroffen und müssen wieder aufgebaut werden. Inzwischen hat fast die Hälfte der Mitarbeiter ihre Tätigkeit wieder aufnehmen können. Das Unternehmen will in dieser Woche genauere Auskunft über die Verfügbarkeit seiner Produkte und die weiteren Entwicklungen geben.

Um dem Markt schnellstmöglich wieder zur Verfügung zu stehen, hat sich das Unternehmen für eine kurzfristige Konzentration auf ein Kernsortiment entschieden. Das Kernsortiment wird zunächst auf die Oberfläche Chrom beschränkt und aus den wichtigsten Produkten der Serien MEM, Tara, Tara Logic, Meta.02, Symetrics, Lulu, Madison sowie aus den Villeroy & Boch Serien Cult und Square bestehen. Allerdings werden Aufträge für dieses Kernsortiment vorübergehend mit erheblich verlängerten Lieferzeiten bestätigt.

Voraussichtlich gegen Ende des Jahres wird dieses Kernsortiment in einem nächsten Schritt um weitere Oberflächen-Varianten und Produkte ergänzt. Die in diesem Frühjahr vorgestellten Produktneuheiten, unter anderem die Serie Supernova, werden dann ebenfalls wieder in die Produktion aufgenommen (siehe Bild rechts aus dem Beitrag "Supernova: Eine Armatur, geformt wie ein Kristall" vom 19.6.2009).

Die Verfügbarkeit des kompletten Produktprogramms wird nach heutiger Einschätzung erst wieder im Lauf des ersten Quartals 2010 erwartet. Zur gleichen Zeit wird aller Voraussicht nach auch der Dornbracht "x-Tra-Service" (Sonderanfertigung) wieder zur Verfügung stehen.

Erste Auslieferungen erfolgt

Mit der Lieferung von Ersatzteilen wurde bereits Ende Juli wieder begonnen. Das Unternehmen bemüht sich, bereits bestehende Aufträge möglichst vollständig und termingerecht auszuliefern. Neu eingegangene und noch nicht bestätigte Aufträge werden mit den Kunden hinsichtlich des Kernsortiments und der zu erwartenden Lieferzeiten abgestimmt.

Produktion läuft wieder an

Mit Beginn des Augustes haben die Lieferanten wieder mit ihren Anlieferungen bei Dornbracht begonnen, so dass schrittweise die Materialversorgung wieder hergestellt wird. Parallel werden in der Produktion die Oberflächenbearbeitung und die Montage angefahren. Für die Verchromung werden externe Kapazitäten gesichert, bei denen im Lauf der nächsten beiden Wochen die Arbeit aufgenommen wird.

Im Rahmen einer Interims-Organisation wurden unter der Leitung der Geschäftsführung mehrere Teams gebildet. Das Sanierungsteam um Matthias Dornbracht arbeitet mit mehr als 70 Spezialisten aus den Fachbereichen und unterstützt von Sanierungsunternehmen in Tag- und Nachtschichten an der schnellen Wiederherstellung der betroffenen Gebäudeteile und der betrieblichen Anlagen. "Wir haben mit unseren Fachkräften ausgezeichnete Experten im Unternehmen, deren außergewöhnlicher persönlicher Einsatz in dieser Lage unersetzbar ist", so Matthias Dornbracht. "Die Schäden an Gebäuden, Anlagen und Maschinen, den Materialien sowie die Schäden aus der Betriebsunterbrechung sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt."

Unter der Leitung von Ralph Dihlmann kümmert sich ein Aufbauteam um das Anfahren der Produktion. Priorität haben hier die Materialbeschaffung sowie die Koordination der Oberflächenveredelung und damit die Sicherstellung der Lieferfähigkeit des definierten Kernsortiments. "Wir sind für die zahlreichen Hilfsangebote von Kollegenfirmen und Wettbewerbern sehr dankbar", erläutert Dihlmann die Reaktionen.

Im Team Kommunikation und Innovation, geleitet von Andreas Dornbracht, wird der Informationsfluss in Richtung der Kunden und die Fortführung der Entwicklung von Marken- und Produktinnovationen sichergestellt. Andreas Dornbracht: "Durch permanente Kommunikation werden alle Kunden über den weiteren Verlauf der Maßnahmen zum Wiederaufbau sowie über die angestrebte Verkürzung der Lieferzeiten informiert. Zusätzlich zu vielen individuellen Gesprächen erhalten alle Kunden noch in dieser Woche erste detaillierte Informationen insbesondere zur aktuellen Liefersituation."

Die Mitarbeiter von Dornbracht, die in einer Belegschaftsversammlung Ende Juli über das weitere Vorgehen informiert wurden, werden nach und nach ihre Arbeit wieder in vollem Umfang aufnehmen können. Kurzarbeit plant das Unternehmen trotz der Einschränkungen in der Produktion derzeit nicht.

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