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Ursachen für die Krise der (deutschen) Bauindustrie erforscht

(15.11.2010) Der aktuelle Fall der drohenden Übernahme eines großen deutschen Bauunternehmens bestätigt die Ergebnisse der Studie "Die deutschen Bauunternehmen - kein Hang zur Größe", die die Berliner Beuth Hochschule für Technik gemeinsam mit dem Münchner ifo-Institut für Wirtschaftsforschung erstellt hat. Die beiden Forscher Erich Gluch (ifo-Institut) und Prof. Dr. Sammy Ziouziou am Fachbereich Wirtschafts- und Gesellschafts­wissenschaften der Beuth Hochschule, haben die Strukturveränderungen der letzten 20 Jahre in der Bauwirtschaft untersucht und nachvollzogen. Demnach zeichnet sich ein eher düsteres Bild ab:

Während der Baurezession zwischen 1995 und 2005 brachen viele der traditionsreichen deutschen Baukonzerne zusammen oder wurden von ausländischen Unternehmen aufgekauft, so dass heute lediglich zwei deutsche Baukonzerne von internationaler Bedeutung übriggeblieben sind. Allerdings kämpft eines dieser beiden derzeit - Hochtief - heftig um seine Unabhängigkeit.


Im Rahmen der Studie konnten unterschiedliche Ursachen für diese negative Entwicklung identifiziert werden. Ganz vorne rangieren die deutlichen Nachfragerückgänge nach dem "Strohfeuereffekt" der deutschen Wiedervereinigung und die fatale Fehleinschätzung der meisten Unternehmen über das Ausmaß sowie die voraussichtliche Dauer der darauf folgenden Baukrise(n).

Die Entwicklung hinterließ auch deutliche Spuren am Arbeitsmarkt - so ist zwischenzeitlich praktisch jeder zweite Arbeitsplatz abgebaut worden, die Anzahl der Bauunternehmen mit über 500 Beschäftigten ging im Betrachtungszeitraum (von 1990 bis 2008) dramatisch von 180 Unternehmen auf gerade einmal 25 zurück.

Die Studie "Die deutschen Bauunternehmen - kein Hang zur Größe" kann unter prof.beuth-hochschule.de/ziouziou als PDF-Dokument aufgerufen werden.

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