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„Struktur und Natur“: aktuelle Entwicklung der Tragwerksplanung mit Holz


  

(14.11.2021) Holz ist nicht nur ein traditionelles Baumaterial - ja sogar eines der ältesten der Welt - es ist auch zukunftsträchtig. Dank moderner Verbundkonstruktionen lassen sich damit Bauten jenseits der Hochhausgrenze errichten: Ein Hochhausrekord in Holz jagt derzeit den anderen, ein Ende des Höhenwachstums ist derzeit kaum absehbar. Auch im Woh­nungs- und Bürobau, bei Sporthallen, Industriebauten und Brücken sind Holzkonstruktionen auf dem Vormarsch. Denn zukunftsträchtig machen den Holzbau vor allem seine ökologischen Vorteile: über seinen Lebenszyklus betrachtet, ist der Baustoff CO₂-neutral. Holzkonstruktionen werden so zu einem Zwischenlager für ein Material, das sich nach dem Rückbau wiederverwenden oder zumindest thermisch verwerten lässt.

Das Fachbuch „Struktur und Natur“ zeigt die aktuelle Entwicklung der Tragwerksplanung mit Holz anhand von rund 20 bemerkenswerten Ingenieurbauten auf. Hochhausbauten wie das nördlich von Oslo gelegene Mjøstårnet - das derzeit weltweit höchste Holzhochhaus (siehe Beitrag dazu vom 29.9.2017) – werden dabei genauso berücksichtigt wie Sporthallen, Kirchen oder Märkte mit Dachtragwerken aus Holz. Bei dieser Sammlung stehen nicht unbedingt die Superlative im Vordergrund, sondern vielmehr die Beobachtung, wie sich Holzkonstruktionen in immer mehr Bereichen des Bauens etablieren, und die Frage, mit welchen konstruktiven und regulatorischen Rahmenbedingungen der Holzbau dabei konfrontiert ist.

Pfarrkirche St. Josef. Holzkirchen, Deutschland (Foto © Jakob Schoof) 

Die an der Planung der Projekte beteiligten Ingenieure beschreiben die Konzeption der Tragwerke sowie individuelle Lösungen für ihre Realisierung. Dabei gehen sie auf die Planungsprozesse und technischen Entwicklungen ein, die den zeitgenössischen Holzbau möglich machen. Dazu zählt die Nutzung von Laubhölzern mit ihrer unübertroffenen Tragfähigkeit, aber auch die zunehmende Zahl von Verbundkonstruktionen, in denen Holz, Stahl und Beton ihren Materialeigenschaften gemäß optimal zusammenwirken. Denn so gut wie immer sind Verbindungselemente, Zugseile, Stützen und Träger aus Stahl und oft auch massive Geschossdecken aus Beton erforderlich, um Holzkonstruktionen in Bezug auf Spannweiten, Schall- und Brandschutz für heutige Aufgaben fit zu machen. Neue, rationelle Vorfertigungsverfahren, die Holzkonstruktionen zudem auch in puncto Baukosten wettbewerbsfähig machen, werden ebenfalls vorgestellt. Fachbeiträge aus Forschung und Technik runden das Werk ab.

Die bibliographischen Angaben zum Buch:

  • Struktur und Natur - Holztragwerke
  • Herausgeber: Jakob Schoof
  • 224 Seiten, zahlreiche Fotos und Zeichnungen
  • 23 x 30  cm, Softcover
  • ISBN 978-3-95553-550-6. Deutsch
  • erhältlich u.a. bei Weltbild und Amazon

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