Baulinks -> Redaktion  || < älter 2026/0032 jünger > >>|  

bbs: Jahresausblick der Baustoffindustrie für 2026

(13.1.2026) Der Jahresausblick 2026 des Bundesverbands Baustoffe – Steine und Erden bewertet die Lage der Baustoffindustrie nach dem stärksten Produktionseinbruch seit Bestehen der Bundesrepublik. Konjunkturindikatoren deuten auf eine Stabilisierung hin, auch im Wohnungsbau. Für eine dauerhafte Erholung braucht es jedoch verlässliche und konsequent umgesetzte Reformen.

Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer. (Bild: Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V.) 

Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des bbs: „Die Talsohle wurde 2025 endlich erreicht. Unter den richtigen Rahmenbedingungen kann es 2026 wieder spürbar aufwärts gehen. Die anhaltenden Unsicherheiten zur Zukunft des Gebäudeenergiegesetzes sowie zur nationalen Umsetzung der europäischen Gebäuderichtlinie EPBD wirken derzeit wie ein Bremsklotz für Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz im Gebäudesektor.”

Als positive Signale gelten die befristete Wiedereinführung der EH55-Förderung und der sogenannte Bau-Turbo, die kurzfristige Impulse setzen können. Gleichzeitig besteht erheblicher Klärungsbedarf bei der energetischen Sanierung des Gebäudebestands. Unsicherheiten rund um das Gebäudeenergiegesetz und die Umsetzung der europäischen Gebäuderichtlinie bremsen Investitionen. Gefordert wird ein klarer Rahmen, der Effizienzsteigerungen mit klimaneutraler Wärmeerzeugung verbindet und besonders energetisch schlechte Gebäude gezielt adressiert.

Große Erwartungen knüpft der Verband an Investitionen aus dem Infrastruktur-Sondervermögen. Entscheidend ist, dass die Mittel 2026 wirksam eingesetzt werden. Dafür sind schnelle Beschlüsse, beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie eine gesicherte Rohstoffversorgung notwendig. Zusätzlich müssen die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass auch privates Kapital wieder investiert.

Industriepolitisch werden Entlastungen bei Energiekosten als kurzfristige Unterstützung eingeordnet. Langfristig braucht die Baustoffindustrie jedoch Planungssicherheit für bezahlbare grüne Energie und den zügigen Aufbau einer CO₂-Infrastruktur. Für 2026 kommt es darauf an, vorhandene Reformansätze in konkrete Umsetzung zu überführen, um wirtschaftliche Stabilität und Investitionsbereitschaft zu stärken.

„Im Jahr 2026 muss der erkennbare Reformwille zu spürbarer Handlungsfähigkeit weiterentwickelt werden. Nur dann kommen wir einer echten wirtschaftlichen Kehrtwende näher”, fasst Dr. Matthias Frederichs zusammen.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

Impressum | Datenschutz © 1997-2025 BauSites GmbH