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"Berliner Bogen": Gläsern umhüllte Wärmedämmung

(22.9.2002) Leicht, ungewöhnlich, spektakulär: Assoziationen, die sich beim Betrachten des "Berliner Bogens" aufdrängen. Das vom Hamburger Architektenbüro Bothe, Richter und Teherani (BRT) realisierte Bürogebäude, ein städtebaulicher Gewinn, steht an einem der neuralgischen Verkehrsknotenpunkte Hamburgs - nämlich am Anckelmannplatz in direkter Nachbarschaft zu gesichtslosen Gewerbebauten - siehe auch Bing-Maps und/oder Google-Maps. Hinter der gläsernen Hülle der fragil wirkenden Stahlkonstruktion steckt ein wohldurchdachtes Raumkonzept, das mit Überraschungseffekten aufwartet.

Berliner Bogen, Bürogebäude, Neubau, Stahlbau-Architekturpreis, Glashaut, Glaskuppel, Gewerbebau, Stahlträger, Stahlbetongewölbe, Wintergärten, Wärmedämmung, Dämmplatten, Architektenbüro Bothe, Richter und Teherani, Dämm-Material, Mineralschaumplatten, Mischtechnik, Silotechnik

Es bedurfte einigen Mutes, dieses Projekt zu realisieren: An der Stelle, an der heute der Berliner Bogen steht, nahm zu Baubeginn 1998 noch ein kilometerlanges Kanalbecken die Wassermassen von Sturmfluten auf. Getragen vom Wunsch der Stadt, dieses Gelände wieder zu erschließen, rückte das Bauvorhaben in das Bassin hinein. Auf 140 Metern Länge wölben sich über das Endstück des Beckens nun parabelförmige Stahlträger. Im Untergeschoss des Neubaus gleicht ein hermetisch abgeschlossenes Mischwasserbecken das verlorene Speichervolumen aus. Nicht nur wegen dieses technischen Meistergriffs erhielt der Berliner Bogen den Stahlbau-Architekturpreis 2002. Mit seiner bläulich-grünschimmernden Glashaut, die den massiven Gebäudeteil im Inneren vollständig umhüllt, setzt das Bürohaus am Anckelmannplatz einen optischen Höhepunkt im ansonsten architektonisch faden Gewerbebau-Umfeld.

Das Haus im Haus

Unter der 36 Meter hohen Glashaut bietet der massive Baukörper mit acht überirdischen Vollgeschossen Raum für 1200 Arbeitsplätze. 22 Stahlträger - paarweise diagonal verschränkt - tragen die Last der Hülle sowie große Teile des massiven Stahlbetongewölbes und der Betondecken. Der Uferbereich des ehemaligen Kanalbeckens bleibt auf diese Weise lastenfrei. Obgleich das Mischwasserbecken sieben Meter unter die Grundwasserlinie ragt, kommt die Konstruktion ohne zusätzlichen Auflast gegen den Auftrieb aus. Vier vertikale Bürotrakte, als eigenständige Baukörper konzipiert, lagern auf den Tiefgeschossen mit dem Mischwasserbecken auf.

Symmetrisch entlang der Längsachse angeordnet, versorgen auf jeder Seite gebäudehohe, bepflanzte Wintergärten die Büroräume mit Licht und frischer Luft. Hierzu sind die vertikalen Fassaden in den Wintergärten vollverglast. Neben ihrer ästhetischen Funktion reduzieren diese Klimapuffer zudem den Energiebedarf der Gesamtkonstruktion. Bei der Wärmedämmung erforderte die außergewöhnliche Konstruktionsidee eine ebenso außergewöhnliche Lösung. Die Bogenform der Fassade verlangt vergleichsweise kleinformatige Dämmplatten. Zudem musste die Fassade befahrbar bleiben – also suchten die Architekten Dämm-Material mit hoher Druckfestigkeit. Dies bietet StoTherm Cell. Die faserfreien Mineralschaumplatten sind darüber hinaus hoch beständig, zugleich lässt ihr Format die Applikation ohne Zuschnitt zu – die Bogenform gleicht der Kleber aus. Vorteile für den Baustellenfortschritt waren zusätzlich, dass trotz großer Höhe mit Misch- und Silotechnik gearbeitet werden konnte und der Hersteller die Platten direkt auf das Gerüst lieferte.


Anspruchsvolle Dämmung: StoTherm Cell schützt die Betonschale vor Wärmeverlusten und nimmt die Auflast auf, die durch die Befahranlage beim Reinigen der Glasflächen entsteht.

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