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Studie "Energiekennwerte" bescheinigt Öl-Zentralheizung niedrige Betriebskosten

(10.6.2003) "Trotz deutlich gestiegener Energiepreise ist die Öl-Zentralheizung im Hinblick auf ihre Betriebskosten noch immer die günstigste Beheizungsart." - Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Energiekennwerte", die von der Eschborner Techem AG in der vierten Auflage herausgegeben wurde. Die Analysen beziehen sich auf die zuletzt ausgewertete Heizperiode 2001/2002. Zugrunde liegen die Daten von 95.000 zentralbeheizten und 156.000 mit Heizung und Brauchwarmwasser versorgten Mehrfamilienhäusern in der Bundesrepublik.

Techem untersucht als Dienstleister der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft seit nunmehr 25 Jahren regelmäßig den Energieverbrauch und die Kosten für Heizung und Warmwasser in Wohnungsbestand Deutschlands. Einmal mehr erweisen sich die Zahlen dieser jüngsten Dokumentation als Indiz für die Wirtschaftlichkeit der Ölheizung: "Bei den spezifischen Heizkosten", so heißt es in der Studie, "liegt sie um rund 0,5 EUR/m2 niedriger als eine Gasheizung und um cirka 1,0 EUR/m2 niedriger als Fernwärmeversorgung." Investitionskosten sind hierbei nicht berücksichtigt. "Heiznebenkosten sind für fossile Brennstoffe gleich hoch und nehmen knapp 20 Prozent der gesamten Heizkosten in Anspruch; bei Fernwärme nehmen sie nur zehn Prozent in Anspruch", stellte Techem weiter fest.

Nachlesen lässt sich in dem insgesamt 116-seitigen Werk auch: Der spezifische Wärmeenergieverbrauch im Mehrfamilienhausbestand ist in den vergangenen 20 Jahren um rund 30 Prozent gesunken. Klimabereinigt, also unter Berücksichtigung witterungsbedingter Einflüsse, sank er von anfangs durchschnittlich fast 28 Liter Heizöl pro Quadratmeter bis zur Heizperiode 1999/2000 auf rund 19 Liter pro Quadratmeter. Eine wesentliche Ursache für diesen Verbrauchsrückgang ist nach Techem-Erkenntnissen die Verbesserung der energetischen Qualität der Bestandsgebäude und ihrer Heizungsanlagen, aber auch ein verantwortungsvolleres Nutzerverhalten.

Dennoch: Seit Mitte der 90er Jahre stagniert der spezifische Wärmeenergieverbrauch in zentralbeheizten Mehrfamilienhäusern auf einem Niveau von rund 190 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr. Eine weitere Reduzierung dürfte erst mit der Umsetzung der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Gang gebracht werden. Die EnEV schreibt nämlich bis 2006 die Erneuerung von Heizkesseln vor, die vor Oktober 1978 in Betrieb genommen worden sind. Ausgenommen von diesem Sanierungszwang sind nur die Altkessel in selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern. "Hier vertraut der Gesetzgeber auf die ökonomische Vernunft der Altanlagenbesitzer, im eigenen Interesse effiziente Heiztechnik einzusetzen", erläutert das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Denn der Betrieb solcher technisch veralteten Heizkessel strapaziert tagtäglich Umwelt und Haushaltsbudget weit über Gebühr. Die Installation beispielsweise eines modernen Öl-Niedertemperaturkessels kann den Heizölverbrauch um bis zu 30 Prozent senken, ein moderner Öl-Brennwertkessel bringt es sogar auf eine Energieeinsparung von bis zu 40 Prozent.

Energiedienstleister Techem analysierte die Wärmeverbrauchsdaten von 251.000 Gebäuden und kam unter anderem zu dem Ergebnis: "Im Mehrfamilienhaus ist die Öl-Zentralheizung im Hinblick auf ihre Betriebskosten noch immer die günstigste Beheizungsart."

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