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IFG-Septembertagung 19. bis 21.09.2003: "Positionierung. Design und Architektur, von der Ausbildung zum Beruf?"

(29.7.2003) Das Internationale Forum für Gestaltung Ulm (IFG Ulm) thematisiert bei der diesjährigen Septembertagung vom 19. bis 21. September die Ausbildungssituation im Bereich Design und Architektur im deutschsprachigen Raum. Das IFG Ulm, das als eine Nachfolgeinstitution aus der ehemaligen Hochschule für Gestaltung Ulm (hfg ulm) hervorgegangen ist, veranstaltet seit 1988 jährliche international besetzte Symposien zu Fragestellungen der gestalterischen Disziplinen.

Unter dem Titel "Positionierung. Design und Architektur, von der Ausbildung zum Beruf?" wird in diesem Jahr die Berufsausbildung für Gestalter und ihre Relevanz für den Arbeitsmarkt diskutiert. 15 internationale und nationale Referenten aus dem Hochschulbereich, der Wirtschaft und den gestalterischen Berufen sind eingeladen, eine kritische Bestandsaufnahme der aktuellen Ausbildungssituation vorzunehmen und über alternative Modelle nachzudenken.

Ausgangspunkt der Konferenz ist eine vom IFG Ulm beauftragte Studie, die die Ausbildung in 181 Studiengängen in der Bundesrepublik Deutschland für Designer und Architekten erfaßt. Einbezogen in die Erhebung, die im Sommer abgeschlossen wird, sind Universitäten, Fachhochschulen, Akademien und staatlich anerkannte private Schulen. Die Analyse umfaßt Studienaufbau und -dauer, technische und personelle Ausstattung, Praxisorientiertheit sowie die Form der Abschlüsse. Die Studie begreift sich angesichts der Diskussionen um PISA und des aktuellen Arbeitsmarkts auch als kritischer Studienführer. Bestandteil der Untersuchung wird ebenfalls eine exemplarische Befragung ausgewählter potentieller Arbeitgeber aus der Industrie und dem Dienstleistungsbereich sein.

Auf Grundlage dieser Evaluation werden folgende Fragestellungen die Tagung begleiten:

  • Welche Relevanz hat die Ausbildung für die Qualifikation im Beruf und angesichts des Wandels der Berufsbilder und -anforderungen?
  • Was sollten die Ausbildungsgänge anbieten, damit sie den tatsächlichen und sich verändernden Profilen der Profession entsprechen?
  • Welche Anforderungen stellen Arbeitgeber an die Berufsanfänger?
  • Reichen die Bestrebungen nach einheitlichen, international anerkannten Studienabschlüssen aus, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können?

Das IFG Ulm steht mit seinem Tagungsthema im 50. Gründungsjahr der Hochschule für Gestaltung in der Tradition der ehemaligen hfg ulm.

IFG-Geschäftsführerin Sabine Süß: "In einer Phase wachsender Nachdenklichkeit über bestehende Ausbildungsmodelle im Verhältnis zum Arbeitsmarkt erscheint es umso dringlicher, in der Ausbildung nicht nur handwerkliche Fertigkeiten zu vermitteln, sondern neben dem Bewußtsein von Praxisbezug, grenzüber-schreitendes Denken zu fördern und das Berufsverständnis zu reflektieren. Die Leitgedanken der hfg-Gründer, die unter dem Begriff "Ulmer Modell" weltweit in die Ausbildungsdiskussion getragen wurden, sind heute so aktuell wie vor 50 Jahren. In einer anderen historischen Situation und angesichts veränderter technischer und medialer Rahmenbedingungen werden wir bei unserer Tagung diese Fragen neu erörtern."

Ergänzt wird die Tagung durch Workshops zum gestalterischen Medium Film. In Kooperation mit der vh ulm findet am 18.9.2003 die Veranstaltung "Film lernen. Film kann man nicht lernen" statt. Filmemacherinnen und Filmemacher, mitunter selbst Dozenten, sprechen über ihre Ausbildungen und Erfahrungen (u.a. mit Vanessa Jopp, Romuald Karmakar, Ula Stöckl).

Referenten der IFG-Septembertagung 2003:

  • Prof. Werner Aisslinger, Designer, studio aisslinger, Berlin. Professur für Produktdesign an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Arbeitet mit interlübke, Cappelini, Stilwerk, Porro, zanotta, DaimlerChrysler u.a. Seine Objekte stehen u.a. im MoMA und Metropolitan Museum in New York, Centre Georges Pompidou, Paris, Neue Sammlung München.
    Vortrag: "Der Designer der Zukunft"
  • Nicolette Baumeister, Architektin, Büro Baumeister Bräuer, Architekturmarketing, München. Geschäftsführerin des Bund Deutscher Architekten (BDA) Bundesverbandes bis 2001. Leitung und Neuorganisation des Deutschen Architekturzentrums DAZ. Langjährige Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Aus- und Weiterbildung der Architektenkammer. Konzeption und Umsetzung von architekturrelevanten Ausstellungen, Publikationen und Symposien.
    Vortrag: "Zukunft und Zuversicht - Berufsziel Architekt"
  • Prof. Jacques Blumer, Architekt, Atelier 5, Bern. Mitarbeiter 1958-64, Partner seit 1970. Professor an der Université de Genève seit 1996. Langjährige Lehrerfahrung und Auslandsaufenthalte in Kanada, USA, Frankreich, Deutschland, Italien, Finnland.
    Vortrag: "Was, Wozu, Für wen - Drei Fragen an die Architekten"
  • Prof. Dr. Ralph Bruder, Gründungspräsident design school zollverein dsz, Essen. Leiter des Instituts für Ergonomie und Designforschung der Universität Duisburg-Essen, bis 2002 Dekan des Fachbereichs Gestaltung und Kunsterziehung der Universität Essen.
    Vortrag: "Diagnose Design"
  • Uwe Drost, Architekt & Projektentwickler, D & K Architekten, Hamburg. Langjährige Berufs- und Lehrtätigkeit in der Aus- und Weiterbildung in den USA, der Schweiz, Deutschland etc..
    Vortrag: "Die Architekturlehre heute oder von der Notwendigkeit einer neuen Selbsterkenntnis"
  • Henning Ehrhardt, Architekt, Stuttgart. Teilhaber des Architekturbüros bottega + ehrhardt architekten seit 1998. Mitarbeit in verschiedenen internationalen Architekturbüros. Assistenz für Entwerfen an der Universität Stuttgart.
    Vortrag: "Architektur - Eine Frage der Haltung?"
  • Adrienne Goehler, Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds, Berlin. Diplompsychologin. Ehemalige Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Berlin. Langjährige Präsidentin der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.
    Vortrag: "Potential der Hochschulen - Läßt sich Verlorenes wieder aneignen?"
  • Burkhard Remmers, Leiter Kommunikation und Unternehmensentwicklung, Wilkhahn, Wilkening + Hahne GmbH & Co, Bad Münder. Seit 1988 in der Büromöbel-Industrie u.a.
    bei USM U.Schärer Söhne GmbH, Bühl, als Leiter Marketing, Presse und PR tätig. Arbeitsschwerpunkte: Entwicklung zukunftsfähiger Organisations- und Kommunikationsstrukturen sowie effizienten Nachhaltigkeitsmanagements.
    Vortrag: "Design und Nachhaltigkeit im Unternehmen"
  • Dr. Angelika Schade, Geschäftsführerin des Akkreditierungsrates, Bonn. Ehemals wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt, bei Eurydice in Brüssel und an der Universität Bremen.
    Vortrag: "Qualitätssicherung - Motor oder Bremse der Hochschulreform?"
  • Ole Scheeren, Architekt, Partner Office for Metropolitan Architecture (OMA)/ Rem Koolhaas, Rotterdam. Leiter von Großprojekten wie die Central Chinese Television Station CCTV Peking oder Neukonzeption der Prada-Stores in New York, Los Angeles und San Francisco, mit einem besonderen Interesse an der strategischen Entwicklung von OMA. Arbeitete zuvor in verschiedenen Architekturbüros international und als Designer. Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen.
    Vortrag: "Architektur - Anpassen während der Entwicklung, entwickeln während der Anpassung"
  • Prof. Dr. Hans-Peter Schwarz, Rektor Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. Professur für Kunstgeschichte an der HfG Karlsruhe. Ehemaliger Direktor des Medienmuseums am Zentrum für Kunst- und Medientechnologie Karlsruhe. Langjähriger Kustos am Deutschen Architekturmuseum Frankfurt.
    Vortrag: "Freie Radikale - Unmögliche Perspektive auf die Gestaltungsausbildung"
  • Dörte Spengler-Ahrens, Creative Director und Leiterin Jung von Matt/9, Hamburg. Aufbau und Geschäftsführerin Jung von Matt/Spree. ADC Vorstand für Nachwuchs und Seminare. Jury-Mitglied internationaler Werbe-Award Shows wie Cannes Lions Festival. Vielfach ausgezeichnete Preisträgerin von Werbekampagnen.
    Vortrag: "Die ideale Hochschule - Aus der Sicht des Marktes und der Agenturen"
  • Dr. René Spitz, Designtheoretiker und Teilhaber der Agentur rendel & spitz, Köln. Lehraufträge an der Universität Wuppertal und der Akademie für Kommunikationsdesign Düsseldorf. Autor des Standardwerks über die Hochschule für Gestaltung Ulm "hfg ulm. Der blick hinter den vordergrund".
    Vortrag: "Risiko Ausbildung"
  • Stefan Ytterborn, Ytterborn & Fuentes Strategic Design & Development, Stockholm. Designstratege und Designberater. Mitglied zahlreicher Juries. Preisträger ausgezeichneter Design-Strategien. Hält regelmäßig international Vorträge und gibt Seminare zu designrelevanten Themen für die Industrie.
    Vortrag: "Der Designer oder besser eine designbewußte Organisation?"
  • Alejandro Zaera Polo, Architekt und Teilhaber FOA Foreign Office Architects, London. Leiter Berlage Institut, Rotterdam. Realisierte vielzählige internationale Projekte und unterrichtete u.a. in den USA, London, Amsterdam, Madrid.
    Vortrag: "Das Projekt als Prozeß"

Moderatoren der Tagung:

  • Dr. Niklas Maak, Redakteur Feuilleton, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt. Spezialgebiete: Architektur und Kunstgeschichte.
  • Reiner Veit, Redakteur, Autor und Moderator, InfoRADIO, Berlin. Spezialgebiet: Kultur.

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