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Studie: Green Buildings national unterschiedlich interpretiert

<!---->(27.7.2008) Effizientes Bauen als Wirtschaftsfaktor ist ein vergleichsweise neues Konzept. Trotzdem hat dieser noch junge Markt in den vergangenen zehn Jahren viel Aufmerksamkeit und Anerkennung gerade seitens der Politik erfahren. So hat etwa in Deutschland das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung jüngst ein Zertifizierungssystem für Gebäude erarbeitet. Richtlinien über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Energy Performance of Buildings Directive, EPBD) und das GreenBuilding-Programm für Nicht-Wohngebäude wurden schon vor einiger Zeit von der EU beschlossen.

"Das GreenBuilding-Programm sieht bei Neubauten mit traditionellen Baumaterialien eine Reduzierung des Primärenergiebedarfs um 25% vor”, erläutert Priya Cheriyan, Analyst Building Technologies bei Frost & Sullivan. Während man sich EU-weit einig über die Notwendigkeit energieeffizienter Gebäude - so genannter "Green Buildings" - ist, gibt es bei der Interpretation des Begriffs nationale Unterschiede.

Laut einer neuen Studie von Frost & Sullivan arbeiten die meisten Länder grundsätzlich auf eine Effizienzsteigerung bei Heizung und Strom hin, und zwar sowohl bei kommerziell genutzten Bauten als auch bei Wohngebäuden. "Da Wohnhäuser schätzungsweise dreimal mehr Energie verschlingen als kommerzielle Gebäude, hat hier die ökologische Komponente eine herausragende Bedeutung”, so Cheriyan.

Allerdings werden die Maßnahmen nicht überall auf die gleiche Weise umgesetzt. Die EPBD hat zwar zur Klärung von Unstimmigkeiten beigetragen, doch die vollständige Implementierung hängt von nationalen Programmen und Prioritäten ab. "So sind Dänemark, Österreich, Deutschland und Schweden diesbezüglich schon relativ weit gediehen”, meint Cheriyan. "Gründe dafür sind unter anderem das hohe Bewusstsein für die Vorteile grüner Gebäude sowie Programme und finanzielle Anreize, die zu ökologischem Bauen und Sanieren motivieren. Österreich zum Beispiel lobt eine Prämie in Höhe von 30.000 Euro aus, wenn ein Gebäude die entsprechenden Vorgaben erfüllt”. Vorreiter innerhalb der EU ist Dänemark, wo bereits 60% der EPBD vollständig implementiert sind.

Atomenergie bremst Green Buildings aus

Erheblich langsamer schreitet die Umsetzung der Richtlinien und Vorschriften dort voran, wo aktuell das Thema Atomenergie im Vordergrund steht, also in Ungarn, Bulgarien, der Tschechischen Republik, Slowakei und Polen. Zwar ist man sich auch in diesen Ländern der Bedeutung dieser Maßnahmen für die Umwelt bewusst, doch hapert es an der Anwendung und Durchsetzung.

"Die Implementierung der EPBD ist für sämtliche Mitgliedsstaaten zwingend. Nur so kann ein einheitliches System zur EU-weiten Klassifizierung von Gebäuden entwickelt werden. Anders als in den USA gibt es in der EU noch keine festen Kriterien zur Beurteilung der ökologischen Qualität von Gebäuden", so der Tenor der Studie von Frost & Sullivan.

Die Aussichten im Markt sind viel versprechend, das Reifestadium ist noch nicht erreicht. Große Fortschritte dürften sich vor allem mit einheitlichen Anreizsystemen in Form von Zertifikaten und Prämienprogrammen erzielen lassen, wie bereits in Dänemark und Österreich demonstriert. "In den letzten zehn Jahren hat der Markt für grüne Gebäude exponentiell zugelegt", meint Cheriyan abschließend. "Die Experten zeigen sich optimistisch, was sein kontinuierliches Wachstum und die weitere Entwicklung betrifft. Wir rechnen mit einer Steigerungsrate von 30% in den kommenden zehn Jahren".

Bei Interesse an einer virtuellen Broschüre zu Frost & Sullivans neuster Studie wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Anna Anlauft - Corporate Communications (anna.anlauft@frost.com). Die Broschüre bietet Herstellern, Endnutzern und anderen Marktteilnehmern einen Überblick über die Branche und wird Ihnen nach Eingang der Kontaktdaten per E-Mail zugesendet.

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